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Mogelpackung: Abwrackprämie ersetzt Rabatte

10.02.2009, 09:58 Uhr | AFP, t-online.de, t-online.de

Manche Abwrackschnäppchen erweisen sich als Mogelpackung (Foto: imago)Manche Abwrackschnäppchen erweisen sich als Mogelpackung (Foto: imago) Seit Einführung der Abwrackprämie stürmen die Kunden die Autohäuser. Kein Wunder, denn die Besitzer von betagten Altautos können dank der staatlichen Umweltprämie von 2500 Euro und den Zugaben der Autobauer viel Geld sparen. Jetzt soll auch Prämie bereits beim Kauf eines Neuwagens zugesichert werden. Doch nicht jedes Angebot ist ein Schnäppchen. Bei manchen Offerten ersetzt die Abwrackprämie die bisherigen Rabatte.

Täglich aktualisiert So viele Prämien sind schon weg
Abwrackprämie I Die besten VW-Schnäppchen
Abwrackprämie II Weitere Schnäppchen der Autobauer
Abwrackprämie III So kommen Sie an ihr Geld

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Keine Extra-Rabatte auf Dacia Sandero

So ist der Dacia Sandero auf den ersten Blick ein unschlagbares Angebot. Den Wagen gibt es nun unter Einrechnung der staatlichen Umweltprämie für 5000 Euro. Doch damit ist der Wagen keineswegs billiger als vor der Einführung der Umweltprämie. Ohne Abzug der Staatsprämie kostet der Wagen nach wie vor 7500 Euro. Kunden, die kein betagten Altfahrzeug an der Hand haben, zahlen somit 50 Prozent mehr als die glücklichen Besitzer von Alt-Autos.

Viele Autopreise sind derzeit geschönt

"Wir beobachten immer wieder eine Vermischung zwischen Abwrackprämie und anderen Rabatten", sagt Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE). Potenzielle Autokäufer müssten daher "genau hinschauen", um zu erkennen, ob der Händler die Abwrackprämie dazu verwendet hat, andere Preisnachlässe heimlich zusammenzustreichen. "Viele Autopreise sind derzeit geschönt", sagt auch ADAC-Sprecher Andreas Hölzel.

Kleinwagen boomen

Nach Einschätzung von Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer gilt das vor allem für billige Fahrzeuge aus dem Ausland. "Die Kleinwagenhersteller reduzieren die Rabatte auf Kosten der Steuerzahler", sagt der Inhaber des Lehrstuhls für Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen. Die Fabrikanten günstiger Fahrzeuge profitieren am meisten von der Abwrackprämie und verkaufen derzeit wieder mehr Autos. Das Kraftfahrzeugbundesamt teilte in der vergangenen Woche mit, dass es bei den Kleinstautos im Januar mit fast 34 Prozent mehr Neuzulassungen im Vergleich zum Vormonat einen regelrechten Verkaufsboom gab.

Dudenhöffer: Rabatte dürften steigen

Bei Fahrzeugen in der Preisklasse oberhalb von 15.000 Euro rechnet Dudenhöffer damit, dass die bisherigen Rabatte eher noch ansteigen werden. Diese vor allem in Deutschland produzierten Autos würden bei der Abwrackprämie benachteiligt, da kaum ein Autokäufer angesichts der Wirtschaftskrise so viel Geld ausgeben wolle. Daher seien die Hersteller zu weiteren Rabattaktionen gezwungen.

Gute Zeit für Autokauf

Allen undurchsichtigen Rabattaktionen zum Trotz ist es Dudenhöffer zufolge derzeit aber "eine gute Zeit, Autos zu kaufen", da das Rabattniveau insgesamt gestiegen sei. Während es ohne die Abwrackprämie bei Dudenhöffers Untersuchung im Januar noch bei 16,5 Prozent gelegen hatte, schätzt der Autoexperte die Zahl für Anfang Februar auf 19 Prozent - inklusive Umweltprämie und Steuervorteilen aus den Konjunkturpaketen. "Das ist ein historisches Hoch", sagt Dudenhöffer.

ADAC: Feilschen beim Autokauf nicht vergessen

Um beim Autokauf das meiste rauszuholen sollten die Kunden die Abwrackprämie beim Händler erst dann zur Sprache bringen, wenn sich beide Seiten über den zu zahlenden Preis einig geworden sind. Würden die 2500 Euro schon vorher von dem Betrag abgezogen, bestehe laut Verbraucherzentrale Sachsen die Gefahr, dass der insgesamt ausgehandelte Rabatt niedriger ausfalle als eigentlich möglich. Auch ADAC-Sprecher Hölzel empfiehlt: "Man sollte wegen der Abwrackprämie das Handeln und Feilschen nicht vergessen."

Prämie wird bei Kauf zugesichert

Die Bundesregierung tritt Befürchtungen entgegen, bei der Abwrackprämie könnten viele Autokäufer wegen langer Lieferzeiten für ihren Neuwagen leer ausgehen. Den Kunden soll die Prämie in Höhe von 2500 Euro bereits beim Abschluss des Kaufvertrages zugesichert werden, wie SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann am Donnerstag vor Journalisten sagte. Überwiesen werden soll das Geld dann bei der Zulassung des Neuwagens.

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