Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Aktuelles >

Geblitzt in Finnland: 112.000 Euro Strafe für 22 km/h

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Geblitzt  

112.000 Euro Strafe für 22 km/h

21.03.2009, 17:06 Uhr | t-online.de

112.00 Euro Strafe für 22 km/h (Quelle: imago)112.00 Euro Strafe für 22 km/h (Quelle: imago) Raser haben in Finnland nichts zu lachen. Diese Erfahrung müsste jüngst auch der finnische Millionär Jari Bär machen. Weil er in der Stadt Siilinjärvi in einer 60er-Zone mit 82 km/h geblitzt wurde, soll er nun sage und schreibe 112.000 Euro Strafe zahlen. Das berichtet die finnische Zeitung "Savon Sanomat" in ihrer Online-Ausgabe.

Bußgeldbescheide Lustigste Reaktionen der Verkehrssünder
Bußgeldbescheide Lustige Reaktionen der Verkehrssünder, Teil II
Radarkontrollen - Tempomessungen oft fehlerhaft
Foto-Show Plakataktion "Runter vom Gas!"
Autofahren Das ändert sich 2009

Steuererklärung als Fallstrick

Schuld an der hohen Strafe ist das finnische Verkehrsrecht. Bei Tempo-Überschreitungen von mehr als 21 km/h werden keine festen Sätze berechnet, sondern Tagessätze auf Basis des Einkommens der Straffälligen. Im Falle von Bär waren es 12 Tagessätze. Das klingt erst einmal nicht viel, doch geblitzt wurde im Januar. Zur Berechnung wurde deshalb das Jahreseinkommen 2007 herangezogen und genau hier hatte Bär einen Teil seiner Firmenbeteiligung verkauft und so Kasse gemacht. Der Tagessatz beträgt somit 9000 Euro (Bußgeldverfahren: Was Sie wissen sollten).



Kritik an gängiger Praxis

Wäre Bär zwei Kilometer langsamer gewesen, hätte er lediglich eine festgelegte Strafe von 115 Euro zahlen müssen. Die extrem hohen Strafen auf Basis der Tagessätze stehen deshalb seit Jahren in der Kritik. Der finnische Strafrechtler Matti Tolvanen von der Universität in Joensuu hält die Regelung deshalb für Unangemessen. Gegenüber "Savon Sanomat" bemängelt er, dass eine Tempoüberschreitung kein Einfamilienhaus kosten dürfe.

 

Prominente Opfer

Ob Bär ganz um die Strafe herumkommt ist fraglich, es ist jedoch zumindest eine Senkung möglich. Andere prominente Opfer haben das jedenfalls vor Gericht durchgesetzt. Anssi Vanjoki, Vizepräsident des Telekommunikationskonzerns Nokia, war 2001 auf seinem Motorrad mit 75 statt der erlaubten 50 Kilometer pro Stunde unterwegs. Die Strafe betrug 116.000 Euro, wurde später jedoch auf 5600 Euro abgesenkt. Die Summe basierte auf dem Einkommen von 1999, wo er durch den Verkauf von Aktien besonders gut verdient hatte. Genau wie Bär.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Straßenlaterne rettet Leben 
Junge Frau hat das Glück ihres Lebens

An einer Kreuzung stoßen zwei Autos zusammen. Ein Peugeot verliert die Kontrolle, rast auf den Bürgersteig zu. Eine Straßenlaterne rettet einer jungen Passantin das Leben. Video

Anzeige
AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 


Anzeige
shopping-portal