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Abwrackprämie  

Weit über eine Million Anträge eingegangen

02.04.2009, 08:17 Uhr | dpa

Abwrackprämie: Topf fast leer (Foto: dpa)Abwrackprämie: Topf fast leer (Foto: dpa) Die Flut der Anträge auf die Abwrackprämie schwillt rasant an. Etwa 1,1 Million Anträge gingen bis zum Donnerstagmorgen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ein. Stündlich hätten die Rechner des Amtes in Eschborn bei Frankfurt zwischen 10.000 und 20.000 Anträge registriert, sagte BAFA-Sprecher Holger Beutel. "Wir wundern uns, dass das nicht abflacht."

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1,5 Millionen Anträge könnten es werden

Nach einer neuen Schätzung des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe könnten bis Ende des Jahres rund 1,5 Millionen Anträge auf 2500 Euro Prämie für die Verschrottung von Altwagen gestellt werden. Dafür müsste der Bund 3,75 Milliarden Euro statt der ursprünglich geplanten 1,5 Milliarden Euro ausgeben.

"Kein Grund zur Hast"

Die Bundesregierung warnte die Verbraucher vor Panik. "Es gilt die Zusage, dass im Jahr 2009 die Umweltprämie gezahlt wird", sagte Vize- Regierungssprecher Thomas Steg in Berlin. "Es gibt keinen Grund zur Panik, zur Hast oder zur Eile." Jeder Antrag werde bearbeitet. Nicht alle erfüllten aber voraussichtlich die Anforderungen.



Vorerst Geld für 600.000 Prämien

Nach der bislang noch geltenden Förderrichtlinie können nur 600.000 Anträge bewilligt werden. Dafür stehen 1,5 Milliarden Euro bereit. Die zuständigen Minister hätten sich am Mittwoch darauf verständigt, dass die notwendigen Voraussetzungen für die Aufstockung geschaffen würden, sagte Steg. Letztlich werde der Bundestag über die zusätzlich nötigen Haushaltsmittel entscheiden. Der Sprecher des KfZ- Zentralverbandes, Helmut Blümer, forderte die Regierung auf, das notwendige Geld nun auch zur Verfügung zu stellen. Bislang gebe es lediglich politische Ankündigungen.

Immer noch technische Probleme

Die technischen Probleme bei den Online-Anträgen waren auch am Mittwoch noch nicht vollständig beseitigt. "Es gibt immer noch Engpässe", sagte Beutel. Allerdings liege das nicht an den Rechnern des Amtes, sondern an mangelnden Kapazitäten im Internet. Daran könne das Amt nichts ändern.

Daten gingen an die Falschen

Zugleich räumte er ein, dass die Daten von 100 Antragstellern versehentlich an andere Antragsteller verschickt worden seien. Dies sei am Montag passiert, weil ein Haupt- und ein Reserverechner in Folge des großen Ansturms und einer daraufhin notwendigen Änderung einige Minuten nicht synchronisiert worden seien. Beutel kündigte an, dass die Online-Plattform künftig ein verschlüsseltes Verfahren nutzen werde. Damit werde es unmöglich gemacht, dass Dritte im Internet die Daten der Antragsteller mitlesen können. Allerdings dauere die Umstellung einige Tage.

"Panik ausgebrochen"

Unterdessen warnte die Entsorgungsbranche die Bürger, übereilt alte Autos zu verschrotten. Nur um noch die 2500 Euro zu bekommen, würden Fahrzeuge inzwischen "blind" in die Verschrottung gegeben, "obwohl damit sicherlich noch gute Erlöse erzielt werden können", sagte der Geschäftsführer der Bundesvereinigung deutscher Stahlrecycling und Entsorgungsunternehmen. Bei zahlreichen Autofahrern sei offenbar "Panik ausgebrochen". Auch der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse), dem ebenfalls zahlreiche Verschrottungsbetriebe angeschlossen sind, warnte vor Hysterie.

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