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Südafrika: VW plant Aus für den Golf I

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Ende für eine Auto-Legende  

VW plant Aus für den Ur-Golf

18.05.2009, 11:22 Uhr | mfu, dpa

VW Citi Golf (Foto: VW Südafrika)VW Citi Golf (Foto: VW Südafrika) Eine Autolegende steht vor dem Aus: Volkswagen will demnächst die Produktion des Ur-Golf einstellen. Das legendäre Gefährt wird nur noch in Südafrika gebaut. Ausgerechnet zum 35-jährigen Jubiläum verderben die Pläne von Volkswagen die Feierlaune der treuen Golf-Gemeinde.#

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Kein Platz für den Klassiker

Südafrikas VW-Chef David Powels ahnt bereits: "Wir werden zweifellos einige negative Reaktionen erhalten, weil der Wagen noch viele Fans hat." Die Werksleitung in Uitenhagen (bei Port Elizabeth) will zwar noch kein konkretes Datum nennen, macht aber klar, dass das Ende naht. Das Werk richtet sich gerade mit einem Aufwand von rund 275 Millionen Euro neu aus - da ist für den aufwändig per Hand montierten Klassiker kein Platz mehr.

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Viel Handarbeit beim Golf

Der Golf ist heute eines der meistverkauften Auto aller Zeiten. Eckig, kantig und auf Anhieb erfolgreich kam der Ur-Golf 1974 in Deutschland auf den Markt. In Europa längst ausrangiert, macht er heute noch die Südafrikaner mobil - nur am Kap wird der Golf Typ 1 noch produziert. In der Werkshalle in Uitenhagen (bei Port Elizabeth) wird das Auto noch weitgehend von Hand gemacht - Spötter behaupten, der Anteil an Handarbeit käme dem eines Rolls Royce nahe. Es wird gehämmert, geschweißt und gebohrt.

Populärer Kleinwagen in Südafrika

Zum runden Geburtstag stören die Pläne für eine Einstellung der Produktion am Kap die Feierlaune. Es gab sie immer wieder mal, doch nun will man ernst machen, versichert man bei VW in inoffiziellen Gesprächen. Noch vor dem Jahresende soll das endgültige Aus für den Wagen kommen, der sich bisher unter dem Namen "Citi Golf" weiterhin als einer der populärsten Kleinwagen in Südafrika hält. Als Zielgröße im Gespräch ist bisher Ende August, Anfang September.

Citi-Golf bleibt bei Sicherheitsausstattung zurück

Einer der Gründe: Der Ur-Golf ist seit seiner Einführung in Südafrika 1978 technisch nahezu unverändert geblieben. Einige Details wurden optisch überarbeitet und in der jüngeren "Citi Golf"- Generation gibt es neben dem serienmäßigen Radio nun sogar einen Airbag. Aber die Ausstattung des kleinen Flitzers bleibt dennoch weit hinter den Sicherheitsstandards in Europas heutigen Kleinwagen zurück. Mit einem Kaufpreis von unter 10.000 Euro war er bisher ein finanzierbares Einsteiger-Modell für die 25- bis 34-Jährigen.

Über 500.000 Fahrzeuge in Südafrika gebaut

Diese Altersgruppe mit einem Durchschnittseinkommen zwischen 5000 und 10.000 Rand (650 -1300 Euro) monatlich stellt die größte Gruppe der "Citi Golf"-Fahrer, hieß es 2005 in einer VW-Studie. Begonnen hatte alles 1978, vier Jahre nach dem Produktionsstart in Deutschland. Damals liefen am Kap die ersten Golf-Modelle vom Band. Alle Varianten eingerechnet kam der am Kap gebaute Ur-Golf auf mehr als 500.000 Exemplare. Auch bei den zahlreichen Touristen steht der Kleinwagen als preiswerter Mietwagen hoch im Kurs.

Sechs Golf-Generationen

Karosserie-Stylist Giorgio Giugiaro zeichnete für das Design mit verantwortlich - der Golf I wurde auf Anhieb ein Bestseller. Schon 1976 war er in Deutschland ein Bestseller, im Oktober 1976 waren bereits eine Million Exemplare verkauft. Der Nachfolger Golf II kam 1983 auf den Markt, 1991 der Golf III, bevor der Golf Nummer IV dann schaffte, was kaum jemand für möglich gehalten hatte: im Jahr 2002 sorgte er dafür, dass die Golf-Reihe mit über 21 Millionen Exemplaren den Käfer übertraf. Mittlerweile ist die sechste Generation unterwegs.

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