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Rückrufaktionen: Opel und Audi besonders oft zurückgerufen

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Rückrufe  

Opel-Autos wurden besonders oft zurückgerufen

24.08.2009, 09:04 Uhr | Jürgen Pander, Spiegel Online

Die meisten zurückgerufenen Fahrzeuge sind Opel (Foto: imago)Die meisten zurückgerufenen Fahrzeuge sind Opel (Foto: imago) Retour wegen technischer Mängel: Wie oft ein Autohersteller seine Modelle zurückbestellt, das sagt viel über die Zuverlässigkeit der Fahrzeuge. Das Verkehrsministerium hat nun erstmals veröffentlicht, welche Marken wie oft von Rückrufaktionen betroffen waren.#

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Rückrufe nach Herstellern aufgeschlüsselt

Bislang veröffentlichte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) lediglich Statistiken über die Gesamtzahl der in Deutschland durchgeführten Rückrufe - eine Übersicht nach Automarken gab es nicht. Der Grünen-Abgeordneten Bärbel Höhn waren diese Informationen aus Verbrauchersicht zu spärlich - und so richtete sie eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung. In der Antwort ließ das Bundesverkehrsministerium vom zuständigen Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg eine Liste erstellen, aus der Einzelheiten zu den Rückrufen im Zeitraum vom 1. August 2004 bis zum 31. Juli 2009 hervorgehen. Die Liste liegt Spiegel Online vor.

Opel und Audi mit den meisten Fahrzeugen

Was die Anzahl der Rückrufaktionen in diesem Zeitraum anbelangt, liegt Renault mit 50 Rückrufen vor Fiat (34) und Opel (28). Legt man die Zahl der von einem Rückruf betroffenen Fahrzeuge zugrunde, sieht die Rangliste so aus: Opel (366.678 Autos) vor Audi (347.206) und Renault (331.914). Direkt vergleichen lassen sich die Werte natürlich nicht, denn wer mehr Autos verkauft und auf den Straßen hat, der wird in aller Regel auch deutlich höhere Rückruf-Kennzahlen ausweisen als beispielsweise ein Nischenhersteller oder ein Importeur mit lediglich zwei Baureihen auf dem deutschen Markt.

Vergleiche zwischen Herstellern schwierig

Ein Opel-Sprecher widersprach dem Eindruck, das Abschneiden in der Rangliste könnte auf Qualitätsprobleme bei dem Hersteller hinweisen. Es "liege auf der Hand, dass bei Rückruf- und Service-Aktionen ein Volumenhersteller mit mehr Fahrzeugen betroffen ist." Opel sei qualitätsbewusst und habe "im letzten TÜV-Report als bester deutscher Hersteller abgeschnitten." Mit einem Marktanteil von über neun Prozent könne von einem relativ niedrigen Marktanteil nicht die Rede sein. Allein die absolute Zahl der zurückgerufenen Fahrzeuge zu betonen, gebe ein einseitiges Bild.

Rückrufe gehen zurück

Insgesamt ist die Zahl der Rückrufe seit kurzem wieder rückläufig. Während zwischen 1998 (55 Rückrufe) und dem Jahr 2006 (167 Rückrufe) die Zahl der herstellerbedingten Mängel deutlich anstieg, ist die Qualität der Autos seither offenbar wieder etwas stabiler geworden. Die Rückrufe jedenfalls gingen leicht zurück, auf 157 im Jahr 2007 und auf 148 im vergangenen Jahr.

Rückruf erst bei "ernster Gefahr" notwendig

"Die meisten Rückrufe betreffen jüngere Fahrzeuge bis zu vier Jahre", sagt KBA-Technikexperte Jürgen Artz. "Auffälligkeiten bei den betroffen Baugruppen gibt es nicht; häufig betroffen sind allerdings Lenkung, Bremsanlage, Fahrwerk, Motor sowie Airbags und Sicherheitsgurte." Das ist auch nicht verwunderlich, denn eine Rückrufpflicht für den Hersteller besteht laut Geräte- und Produktsicherheitsgesetz erst dann, wenn eine "ernste Gefahr" von dem Mangel ausgeht und wenn dieser "plötzlich, unvorhersehbar, unabwendbar und unmittelbar" zu einer Gefährdung führte. Was vor allem dann der Fall ist, wenn eben fahrrelevante Bauteile wie Lenkung oder Bremsen betroffen sind.

Rückrufe werden nun eher positiv wahrgenommen

KBA-Mann Artz übrigens hat einen Imagewandel des Rückrufs ausgemacht. "Früher bedeutete eine Rückrufaktion einen Makel für den Hersteller. Heute wird das meiner Einschätzung nach in der Öffentlichkeit eher als Mittel zur Qualitätssicherung wahrgenommen." Ob die betroffenen Fahrzeughalter das auch so sehen, darüber gibt es noch keine Erhebung, wäre aber vielleicht auch eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung wert.

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