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Toyota-Pannenserie: Fahrer hatten häufig Schuld

14.07.2010, 08:23 Uhr | dpa

Toyota-Pannenserie: Fahrer hatten häufig Schuld. Toyota: Bei vielen Bremsproblemen ist dem Autohersteller wohl kein fahrlässiges Verhalten nachzuweisen (Foto: Toyota)

Toyota: Bei vielen Bremsproblemen ist dem Autohersteller wohl kein fahrlässiges Verhalten nachzuweisen (Foto: Toyota)

Erste Untersuchungsergebnisse zur Pannenserie bei Toyota entlasten den japanischen Autohersteller. Demnach sind viele Fahrer in heiklen Situationen aufs Gas statt auf die Bremse gestiegen, was zu zahlreichen Unfällen mit Toten führte. Technische Defekte waren die Ausnahme. Das berichtete das "Wall Street Journal" am Dienstag unter Berufung auf noch laufenden Studien.

Ein einziger Toyota-Fußmattenfall bekannt

Bislang hat die das US-Verkehrsministerium nur einen einzigen Fall sicher ausmachen können, bei dem eine rutschende Fußmatte das Gaspedal verklemmte und zu einem Unfall führte. Im August vergangenen Jahres starben dabei in Kalifornien ein Polizist und drei seiner Verwandten. Der Fall erregte in den USA großes Aufsehen und brachte die Rückrufwelle bei Toyota ins Rollen.

Toyota-Untersuchung noch nicht abgeschlossen

Die Ergebnisse der Studie basieren auf der Auswertung dutzender Datenrekorder in Toyota- und Lexus-Wagen. Allerdings hat die Verkehrssicherheitsbehörde ihre Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Sie nimmt insgesamt 75 schwere Unfällen unter die Lupe, bei denen 93 Menschen starben.

Über acht Millionen Toyota zurückgerufen

Wegen des nationalen Aufschreis hatte Toyota weltweit mehr als acht Millionen Wagen wegen klemmender Gaspedale und rutschender Fußmatten zurückgerufen. Das Unternehmen erlitt einen massiven Imageschaden, die Verkäufe brachen ein, der Schaden geht in die Milliarden. Toyota musste überdies eine Strafe in den USA zahlen, weil der Hersteller die Probleme nicht rechtzeitig gemeldet hatte.

Toyota bleibt gelassen

Zumindest in den anstehenden Gerichtsverhandlungen über Schadenersatz für die Unfallopfer und Hinterbliebenen dürften die Ergebnisse der Studie Toyotas Position stärken. Der Hersteller hält sich bei Schuldzuweisungen auffällig zurück und vermeidet es, Fahrer anzuschwärzen. Das Unternehmen befürchtet weiteren Imageschaden.

Gewaltige Rückrufaktion

Toyota hatte wegen technischer Mängel in den vergangenen Monaten weltweit fast neun Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen müssen, darunter mehr als sechs Millionen in den USA. Die Pannenserie wird vom US-Kongress untersucht.

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