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Nach Abmahnung: Opel hält an Garantie-Werbung fest

18.08.2010, 17:15 Uhr | dpa

Nach Abmahnung: Opel hält an Garantie-Werbung fest . Opel-Werbung (Foto: Opel)

Opel-Werbung (Foto: Opel)

Der Autobauer Opel hält trotz einer Abmahnung an seinem Werbeversprechen einer "lebenslangen" Garantie für Neuwagen fest. "Wir werden unser Konzept nicht ändern", sagte Marketing-Geschäftsführer Alain Visser am Mittwoch und betonte: "Wir werben mit einer lebenslangen Garantie, weil die Garantie lebenslang ist." Es gebe keinen Grund, die Werbung zu ändern.

Wettbewerbszentrale mahnt Opel ab

Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs in Bad Homburg sieht das anders. Sie hatte den Hersteller am Dienstag abgemahnt, die "irreführende Blickfangwerbung" nicht zu wiederholen. Denn aus Sicht des Vereins gilt die Garantie keineswegs "lebenslang". Dies werde aber in der Anzeigenkampagne "großdimensioniert" suggeriert.

Zu viele Einschränkungen bei der "lebenslangen Garantie"

Es gebe stattdessen zahlreiche Einschränkungen. So endet die Opel-Garantie bei 160.000 Kilometern Laufleistung, Materialkosten müssen bereits ab 50.000 Kilometern anteilig vom Autobesitzer getragen werden: "Eine "Lüge" im Blickfang kann nicht durch einen Sternchenhinweis "aufgeklärt" oder relativiert werden", hatte Reiner Münker, Präsidiumsmitglied der Wettbewerbszentrale, betont.

Opel: Kunde informiert sich über Details beim Händler

Sorgen wegen einer möglichen juristischen Auseinandersetzung hat Visser nach eigenem Bekunden nicht: "Ich habe noch keine Werbung gesehen, wo alles erklärt wurde." Der Hersteller gehe davon aus, dass sich der Kunde beim Händler über die Details informiere. Auch die öffentliche Debatte stört Opel nicht wirklich. Visser macht stattdessen deutlich, dass eine solche Reaktion erwartet worden sei. "Die Initiative entstand nicht über Nacht, sie wurde über Monate entwickelt. Das Versprechen in unsere Qualität ist eine strategisch wahnsinnig wichtige Aussage. Der Neid der Konkurrenz gibt uns kein unangenehmes Gefühl."

Opel will keine Unterlassungserklärung unterschreiben

Die Wettbewerbszentrale hatte von Opel bis Freitag eine Unterlassungserklärung verlangt. Andernfalls werde man beim Landgericht Darmstadt Klage gegen Opel einreichen. Visser sagte, Opel werde fristgerecht reagieren, die Kritik aber nicht akzeptieren: "Wir werden keine Unterlassungserklärung unterschreiben." Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V. sieht sich als "Selbstkontrollinstitution der gesamten Wirtschaft mit der Aufgabe, den Wettbewerb im Interesse der Allgemeinheit zu schützen".

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