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Gebrauchtwagen: Tacho bei fast jedem dritten Auto manipuliert

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Tacho bei fast jedem dritten Gebrauchten manipuliert

17.03.2011, 09:45 Uhr | dpa, dapd, dapd, dpa

Gebrauchtwagen: Tacho bei fast jedem dritten Auto manipuliert. Manipulationen am Tacho verursachen Milliardenschäden (Foto: imago)

Manipulationen am Tacho verursachen Milliardenschäden (Foto: imago) (Quelle: imago)

Jährlich wechselten rund sechs Millionen gebrauchte Autos in Deutschland den Besitzer. Etwa jeder dritte Gebrauchtwagen, der in Deutschland verkauft und umgeschrieben wird, ist nach Polizeiangaben am Kilometerstand manipuliert. Dabei betrage der Schaden pro Fahrzeug rund 3000 Euro. Das wären deutschlandweit 5,4 Milliarden Euro pro Jahr.

Europaweite Razzia gegen "Tacho-Manipulierer"

Den Beamten war am Dienstag der bislang größte Schlag gegen organisierte "Tacho-Manipulierer" gelungen. Bei einer europaweiten Razzia durchsuchten 500 Beamte unter Führung von Münchner Ermittlern über 150 Objekte in Deutschland, Österreich, Bulgarien und der Schweiz.. Die Beamten trafen 185 Beschuldigte an, darunter 70 Autohändler, die zu einem großen Bandennetzwerk gehören sollen. Gegen die 26 Festgenommenen wird wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs ermittelt.

Tachostand von 700.000 auf 150.000 Kilometer frisiert

Alleine in München wurden Fälle mit einem Schaden von mindestens drei Millionen Euro aufgeklärt, wie die Polizei mitteilte. Beim wohl drastischsten Fall wurde bei einem Auto der oberen Mittelklasse der Tachostand von 700.000 Kilometer auf 150.000 manipuliert. Danach wurde der Wagen für 15.999 Euro verkauft.

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Jeder dritte Gebrauchte mit manipuliertem Tachostand

Die Polizei geht davon aus, dass bei rund 30 Prozent der in Deutschland verkauften Gebrauchtwagen manipulierte Tachostände vorliegen. Dabei werden entweder hohe Kilometerstände - beispielsweise bei Leasingautos - nach unten verfälscht oder beispielsweise in Taxis und Mietwagen sogenannte Kilometerfilter eingebaut, die nur jeden zweiten gefahrenen Kilometer aufzeichnen.

Vorsicht bei starken Abnutzungen im Innenraum

Um sich gegen entsprechenden Betrug zu schützen, empfiehlt die Polizei, sich beim Autokauf Zeit zu lassen. Zudem könne man die Kilometerstände manchmal mit den Eintragungen zu Ölwechseln abgleichen. Auch wenn Lenkrad oder Pedale stärker abgenutzt seien, als das bei der angezeigten Fahrleistung zu erwarten sei, sollte man demnach misstrauisch werden, sagte eine Polizeisprecherin. Und schließlich könne es noch ein Warnsignal sein, wenn die Airbaglampe beim Starten des Autos ungewöhnlich lange leuchte.

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