06.04.2011, 15:38 Uhr | dpa, AFP, dapd, dapd, AFP, dpa
Viele Autofahrer wünschen sich die alten Kennzeichen zurück (Foto: dpa) (Quelle: dpa)
Der erste Schritt für eine Rückkehr zu den alten Kfz-Kennzeichen ist getan. Die Verkehrsministerkonferenz stimmte am Mittwoch mehrheitlich für einen Vorschlag Sachsens und Thüringens zur Wahlfreiheit bei den Kennzeichen, wie der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) am Rande der Konferenz in Potsdam erklärte.
Demnach sollen die Autofahrer selbst entscheiden können, ob sie die neuen oder die vor der Kreisgebietsreform verwendeten Kennzeichen nutzen wollen. Der Bund muss allerdings noch die Fahrzeug-Zulassungsverordnung entsprechend ändern. Künftig soll danach auf Antrag der Länder auch die Zuteilung mehrerer Kennzeichen in einem Zulassungsbezirk möglich sein.
Bürgern könne damit bald wieder die Möglichkeit gegeben werden, "ihre Heimatverbundenheit auch über das Kfz-Kennzeichen auszudrücken", die mit den Gebietsreformen abgeschafft wurden, erklärte Morlok. Durch das Zusammenlegen von Kreisen zu Großkreisen sind im Osten seit den neunziger Jahren zahlreiche alte Kennzeichen abgeschafft worden, im Westen wurden viele Kennzeichen mit den Gebietsreformen der siebziger Jahre ausgetauscht.
Über die Wiedereinführung der alten Kennzeichen wird seit längerem diskutiert. Allein in Sachsen haben 13 Kommunen beim Verkehrsministerium einen entsprechenden Antrag gestellt. So möchte zum Beispiel das sächsische Plauen das "V" für Vogtland wieder gegen das frühere "PL" tauschen.
Im brandenburgischen Eisenhüttenstadt wünsche sich eine Mehrheit der Einwohner die Rückkehr zum alten "EH" statt "LOS" für Landkreis Oder-Spree, sagte der Sprecher. In Thüringen schließen sich mindestens sieben Kommunen der Forderung an, in Bayern mindestens zwölf.
Bei Straßenbefragungen in 80 deutschen Städten hatte ein Team des Heilbronner Volkswirtschafts-Professors Ralf Bochert eine Zustimmung von 73 Prozent zu dem Vorhaben festgestellt. Derzeit gibt es bundesweit 383 unterschiedliche Ortskennzeichen. Ungefähr 300 könnten dazu kommen, wenn Kommunen und Landkreise ihre alten Kennzeichen wieder einführen würden.
Die beiden Automobilclubs ADAC und ACE begrüßten die Entscheidung der Verkehrsminister. Rainer Hillgärtner, Sprecher des Auto Clubs Europa (ACE), sagte: "Eine gewisse Liberalität tut dem deutschen Verkehrswesen gut." Der Präsident des Landkreistages, Hans Jörg Duppré, übte dagegen Kritik: Der Vorschlag erinnere ihn an "nostalgische Kleinstaaterei".
Sorgen bereitet vielen Kritikern vor allem der mögliche Verwaltungsaufwand. Der ADAC hält die Kosten aber für überschaubar. Dabei handele es sich um einen einmaligen Aufwand. Es spreche nichts gegen die Entscheidung der Verkehrsminister.
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