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Audi in China: Hier wird der neue Audi Q3 gebaut

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Audi in China: Vorwärts immer, rückwärts nimmer

31.10.2011, 11:13 Uhr | Timo Bürger, Changchun, t-online.de

Audi in China: Hier wird der neue Audi Q3 gebaut. Audi-Produktion in Changchun (Quelle: Hersteller)

Audi-Produktion in Changchun (Quelle: Hersteller)

Es ist windig, kalt, klamm. Innen zieht es nicht, kalt ist es aber auch. Blaue Bezüge schonen Motorhaube und Karosserie. Es ist still. Hinweisschilder sind in deutsch und chinesisch verfasst. Arbeiter montieren still Teile an die Fahrzeuge. Ein Auto nach dem anderen verlässt die Fertigungsstraße.

Vorwärts mit Volkswagen

"Willkommen im Mittelpunkt unseres China-Engagements", sagt Dominique Boesch, VW/FAW-Verkaufsleiter für China, "bei typischen Changchun-Wetter". "Forward with VW and FAW“ - "Vorwärts mit Volkswagen und FAW" steht auf den Werksbussen geschrieben.

Audi Q3 wird in China gebaut

Seit 1988 Jahren fertigen VW/Audi zusammen mit FAW (First Automotive Works) in China Autos. "Autostadt“ heißt der Stadtteil mitten in Changchun. Hier baut Audi den A4, A6 und Q5. Jetzt wird auch noch der kompakte Q3 dazu kommen.

Wirtschaftsmetropole Changchun

Changchun ist eine Wirtschaftsmetropole im Norden Chinas, nicht weit von Russland und der Mongolei entfernt. Mehrere Millionen Einwohner im Kerngebiet. Im unzählige Kilometer breiten Betongürtel ums Stadtgebiet sind es noch Millionen mehr. In China werden die Einwohnerzahlen für das gesamte Verwaltungsgebiet angegeben.

"Stadt des ewigen Frühlings“

In Changchun wird gehämmert, geschweißt, gebaut. Eher Industriestadt als Wirtschaftsmetropole. Warum Changchun blumig "Stadt des langen Frühlings“ genannt wird, erschließt sich nicht. Betonstockwerk auf Betonstockwerk wächst in den grauen Himmel. Die extrabreiten Straßen würden jedem Militärparade-willigen Staatsoberhaupt gefallen. Changchun verbindet eine Städtefreundschaft mit - natürlich - Wolfsburg. Optik und Industrie vereinen.

Audis zweite Heimat

Hier wachsen Umsatzzahlen ebenso schnell in den Himmel wie die zahllosen Betonskelette. "Second Home Market“ - "zweite Heimat" nennt Audi folglich seine Investitionen im Reich der Mitte. Genau genommen ist das nicht die ganze Wahrheit: In diesem Jahr wird Audi sogar mehr Autos in China verkaufen als im Heimmarkt Deutschland. 42 Prozent machen die Audi-Verkäufe in China und Deutschland zusammen aus.

"Nummer eins unter den Premiumanbietern"

2009 und 2010 ist der chinesische Markt um jeweils drei Millionen Autos gewachsen. 300.000 neue Audis sollen in diesem Jahr unter die Leute gebracht werden - eine Steigerung um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kein Wunder also, dass sich die Ingolstädter selbstbewusst als "Nummer eins unter den Premiumanbietern auf dem chinesischen Markt“ auf die Schultern klopfen.

Chinesen mögen SUV

Der SUV-Markt in China ist zwischen 2008 und 2010 um unfassbare 300 Prozent gestiegen. Nur folgerichtig, dass hier auch bald der Q3 die Werkstore verlassen wird. Immer schneller, immer vorwärts, das ist hier die Ansage.

Sehr viele Privatkäufer

Im Gegensatz zu Deutschland lassen sich auch chinesische Privatkunden gerne auf die Marke mit den vier Ringen ein. 80 Prozent der Audi-Limousinen und SUV werden in private Hände verkauft.

Extralange Limousinen

"Ein schwarzer Audi A6 ist für die Chinesen ein Mittel, ihr Persönlichkeit auszudrücken“, erklärt Boesch. Und der muss natürlich extralang sein. Wie den A4 baut Audi den A6 mit langem Radstand. Wer es sich leisten kann, lässt sich gerne chauffieren.

"Auf chinesische Wünsche eingehen"

"Nahe beim Kunden sein, auf chinesische Wünsche eingehen und schnell liefern können“, beschreibt Boesch das Audi-Erfolgsgeheimnis. Allein in Peking gibt bereits 13 Audi-Niederlassungen, in Shanghai sind es neun.

Immer mehr Niederlassungen

An etwa 180 Standorten können Chinesen heute schon Audis kaufen. 2013 so die Vorgaben, werden es 400 sein. Etwa 80 Millionen Fahrzeuge gibt es zurzeit in China. In zehn Jahren werden es wohl doppelt so viele sein. Kunden noch und nöcher.

Kalte Stadt, heiße Zukunft

In der Stadt des ewigen Frühlings ist es immer noch kalt. Der Wirtschaftsfrühling im größten Automarkt der Welt wird aber noch eine Weile anhalten.

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