07.02.2012, 15:28 Uhr | dpa, Auto-Medien Portal, dapd
Die Pannenserie mit eingefrorenen Dieselautos hat sich auch am Dienstag fortgesetzt. Der Autoclub ADAC berichtete erneut von Hunderten Notrufen, weil Dieselfahrzeuge mit ausgeflocktem Kraftstoff liegen blieben. Eine Sprecherin erklärte, bei diesen Autos sei das zurzeit nach Batterieproblemen der zweithäufigste Grund für die Panne.
Auch viele Benziner bleiben gegenwärtig liegen. Allein in Mecklenburg-Vorpommern haben die Pannenhelfer bei sibirischer Kälte derzeit fast viermal so viel zu tun wie sonst. Die Zahl der Einsätze stieg auf bis zu 811 Hilfseinsätze am Tag, davon 85 Prozent wegen defekter Batterien, teilte der ADAC Hansa mit. Normal seien im Jahresdurchschnitt täglich etwa 225 Einsätze.
Gerade morgens, wenn die Menschen zur Arbeit wollen und ihre Fahrzeuge nicht anspringen, klingeln beim ADAC die Drähte heiß. Der Autoclub zählte am Montag in der Stoßzeit bis zu 9000 Anrufe binnen 15 Minuten. Mehr als 27.100 Mal mussten die "Gelben Engel" ausrücken, wie ADAC-Sprecher Christian Buric sagte.
Auch in der Nacht zum Dienstag wurden hierzulande Rekordwert von minus 29 Grad gemessen. Das ist deutlich kälter als der handelsübliche Winterdiesel erlaubt. Bis zu einer Temperatur von minus 22 Grad bleibt diese Kraftstoffsorte flüssig, die an den Tankstellen von November bis Februar angeboten wird.
Manche Markensorten halten sogar bis minus 25 Grad aus, wie der ADAC in einem Test ermittelt hat. Wenn es aber ein Auto erwischt, kann auch der Pannenhelfer bei einem versulzten Motor nicht mehr viel machen. Der Wagen muss dann abgeschleppt werden. In einer Werkstatt oder Garage muss der Wagen auftauen und braucht möglicherweise einen neuen Filter.
Früher hatten Dieselfahrer ein paar Liter Benzin dazugemischt, denn Benzin ist frostsicher. Techniker warnen dringend davor, so etwas bei den modernen Dieselmotoren zu tun. Diese hochgezüchteten Triebwerke würden das wesentlich explosivere Benzin nicht überleben.
Zur Vorbeugung kann der Autofahrer zum Beispiel in einer warmen Garage parken. Auch eine Standheizung hilft. Im Zubehörhandel gibt es zudem spezielle Frostzusätze. Derartige Additive müssen aber unbedingt vor dem Versulzen eingefüllt werden. Und die Hilfsmittel sind nicht unumstritten. Laut Aral können diese die Filtrierbarkeit verbessern, allerdings enthält der Kraftstoff dann so viel Zusatzstoffe, dass sich diese zusammen mit den Paraffinen am Boden des Dieseltanks absetzen und verklumpen.
Am besten geeignet wäre Polardiesel, welcher bis 40 Grad Frost fließt. Dieser Kraftstoff ist in Deutschland im Alltag nicht zu bekommen. An manchen Tankstellen gibt es aber schon jetzt ähnlich robuste Sorten: So bietet der österreichische Tankstellenbetreiber OMV in seinen Filialen in Süddeutschland einen Premium-Diesel an, der Frostsicherheit bis minus 35 Grad verspricht. Allerdings ist dieser Kraftstoff zehn Cent teurer als herkömmlicher Winterdiesel.
07.02.2012, 15:28 Uhr | dpa, Auto-Medien Portal, dapd
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