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Alternative Antriebe: Nach wie vor kaum Interesse

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Fehlanzeige bei alternativen Antrieben

26.03.2012, 14:04 Uhr | dpa

Alternative Antriebe: Nach wie vor kaum Interesse. Der BMW ActiveHybrid 5 scheint kein Renner zu sein (Quelle: Hersteller)

Der BMW ActiveHybrid 5 scheint kein Renner zu sein (Quelle: Hersteller)

Die Autobranche in Deutschland kommt trotz langfristig steigender Benzinpreise beim Verkauf von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben einer Studie zufolge nicht voran. Auch im Januar und Februar seien 99,0 Prozent der in Deutschland zugelassenen Neuwagen Diesel oder Benziner gewesen, erklärte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Damit habe der Absatz von Autos mit alternativen Antrieben wie Erdgas, Autogas, Ethanol, Strom oder Hybridantrieben auf Höhe der durchschnittlichen Verkäufe der vergangenen Jahre gelegen.

Hohe Benzinpreise, aber kein Umdenken

Der Erhebung zufolge wurden im Januar und Februar gerade mal 4248 von 434.493 neu zugelassenen Pkw mit Erdgas (CNG), Flüssiggas (LPG), als Ethanol-Fahrzeug oder als Elektroauto beziehungsweise Hybrid zugelassen. "Die Deutschen schimpfen zwar über hohe Benzin- und Dieselpreise, aber Reaktionen beim Autokauf scheint das nicht hervorzurufen", sagte Dudenhöffer.

"Eher für die Automobilmessen statt für den Markt"

"Wir treten mit alternativen Antrieben auf der Stelle", erklärte Dudenhöffer. Die "einseitige Ausrichtung" der Autobranche auf den Verkauf von Autos mit Diesel- oder Benzinmotor "scheint zementiert". "Es scheint, als wären alternative Antriebe eher für die Automobilmessen statt für den Markt gemacht", sagte Institutsdirektor Ferdinand Dudenhöffer. "Erst ist Gas als Antrieb gescheitert, jetzt dümpelt der Hybrid vor sich hin und das Elektroauto kann man derzeit so gut wie ganz abschreiben."

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Gasfahrzeuge: Absatz bricht ein

Teils breche der Absatz von Pkw mit alternativen Antrieben sogar ein, erklärte Dudenhöffer. Seien 2006 etwa noch fast 11.900 Autos mit Erdgas-Antrieb verkauft worden, seien es 2011 gerade einmal noch knapp 6300 gewesen. Auch bei Flüssiggas-Fahrzeugen sei der Absatz deutlich eingebrochen. Im Jahr 2008 seien noch 14.200 Stück verkauft worden, 2011 waren es noch knapp 4900. Für beide Antriebsformen war 2008, als die Spritpreise Rekordstände erreichten, das bislang erfolgreichste Jahr.

Elektroautos: leichte Tendenz nach oben

Bei Elektroautos steige der Absatz zwar deutlich, erklärte Dudenhöffer. Allerdings starteten diese Fahrzeuge ja bei extrem niedrigen Verkaufszahlen. 2011 seien rund 2000 Stück verkauft worden. Die Verkaufszahlen liegen demnach jedoch noch deutlich unter denen von Erd- oder Flüssiggas-Fahrzeugen. Die Bundesregierung will bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen.

Immerhin knapp 12.000 Hybridfahrzeuge verkauft

Im vergangenen Jahr wurden den Angaben zufolge zudem knapp 11.900 Hybridfahrzeuge verkauft - auch hier steigen die Verkaufszahlen. Bei Autos mit Ethanolantrieb setzte die Branche im vergangenen Jahr rund 3000 Stück ab.

Deutsche Hersteller "spielen nicht mit"

Das Geschäft mit alternativen Antrieben gehöre den ausländischen Herstellern, erklärte Dudenhöffer. Diese hätten im Januar und Februar einen Marktanteil von 82 Prozent auf sich vereint. "Audi, BMW, Mercedes, Porsche, Ford, Opel, VW spielen offensichtlich nicht in der Liga der alternativen Antriebe", erklärte Dudenhöffer, Direktor der Center Automotive Research an der Uni Duisburg-Essen.

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Dacia Marktführer bei alternativen Antrieben

Marktführer bei den alternativen Antrieben sei der Billiganbieter Dacia. "Das übliche Vorurteil, dass alternative Antriebe nicht zu bezahlen sind, scheint nicht ganz zu stimmen", sagte Dudenhöffer. Dacia habe in den ersten beiden Monaten des Jahres 736 Fahrzeuge mit alternativen Antrieben verkauft, etwa mit Flüssiggas-Motor.

BMW: null Pkw-Zulassungen mit alternativen Antrieben

VW hingegen habe im selben Zeitraum nur 155 solcher Fahrzeuge verkauft. BMW hatte der Erhebung zufolge null Pkw-Zulassungen mit alternativen Antrieben in den ersten beiden Monaten, Porsche 12, Audi 14, Mercedes 15, Ford 43 und Opel 86. "Bei den deutschen Premiumherstellern scheinen alternative Antriebe eher ein Hobby", sagte der Autoexperte.

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