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Medien: Ramsauer will "Idiotentest" reformieren

29.03.2012, 13:02 Uhr | t-online.de, dapd

. Der so genannte "Idiotentest" soll reformiert werden (Quelle: imago)

Der so genannte "Idiotentest" soll reformiert werden (Quelle: imago)

Mit der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) - im Volksmund auch "Idiotentest" genannt - werden Verkehrssünder auf Herz und Nieren überprüft, bevor sie den Führerschein zurückbekommen. Studien zeigen, dass der Test das Verhalten der Fahrer positiv verändert. Doch die MPU ist unter Experten auch umstritten, gilt sie doch als willkürlich und wenig transparent. Das will Verkehrsminister Peter Ramsauer laut Medien ändern und plant eine Reform des "Idiotentests".

Videoaufnahmen bei der MPU

Der Test soll künftig einheitlicher, transparenter und für die Betroffenen nachvollziehbarer werden. Das berichtet die Zeitschrift "Auto Bild". Der CSU-Politiker erwäge, begleitende Tonband- und/oder Videoaufnahmen vorzuschreiben. Auffällig gewordene Verkehrsteilnehmer sollen außerdem Mitschriften von Gutachtergesprächen gegenlesen und gegenzeichnen, berichtet "Bild.de" ergänzend.

Gut 100.000 "Idiotentests" jährlich

Nach Angaben der Bundesanstalt für Straßenwesen wurden im Jahr 2010 knapp 102.000 Tests vorgenommen, etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer bestand ihn.

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Bundesweite Standards für die MPU

In einem internen Vermerk des Bundesverkehrsministeriums heiße es: "Ziel ist die Sicherung von Einzelfallgerechtigkeit, Rechtsgleichheit, Qualität und Transparenz." Die Maßstäbe für die Begutachtung sollen bundesweit vereinheitlicht werden. Ramsauer hat die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) beauftragt, die MPU-Inhalte zu überarbeiten - diese müssten "klarer gefasst" werden.

Mindestens 750 Euro Kosten

Mit der geplanten Reform greift der Minister auch eine Forderung des Verkehrsgerichtstages in Goslar auf. Gegenwärtig kostet die Prüfung bis zu 750 Euro. Darin enthalten sind aber nicht die mitunter hohen Kosten für die Seminare, mit denen sich die Verkehrssünder auf die MPU vorbereiten. Ohne Vorbereitung geht bei der MPU auch aufgrund der geringen Transparenz des Verfahrens aber nichts. Die Durchfallquote ist dann sehr hoch.

Ministerium kritisiert "wirtschaftlichen Interessen"

Und das wird für die Betroffenen sehr teuer. Dann werden weitere Kurse und eine Wiederholung der Prüfung fällig. Die Fachabteilung des Ministeriums kritisiert laut "Bild": "Gerade der MPU-Markt ist von mannigfaltigen wirtschaftlichen Interessen geprägt, die es bei einer wissenschaftlich fundierten Überarbeitung außer Acht zu lassen gilt."

Studie zeigt Erfolg der MPU

Dabei ist der Sinn der MPU nach wie unumstritten. Die MPU zielt vor allem darauf ab, eine wirkliche Verhaltensänderung beim Verkehrssünder hervorzurufen und zu ermitteln. Und tatsächlich zeigt eine Studie aus dem vergangenen Jahr, dass die MPU vor Rückfällen bei alkoholauffälligen Fahrern schützt. Laut einer Untersuchung der Uni Bonn im Auftrag des Verbandes der TÜV e.V. (VdTÜV) werden deutlich über 90 Prozent der Betroffenen nicht mehr rückfällig.

MPU schützt vor schweren Unfällen

Sie bekamen ihr problematisches Verhalten dauerhaft in den Griff. "Dies zeigt, dass durch die MPU eine echte Auseinandersetzung mit dem eigenen Verhalten angestoßen wird", erläutert Dr. Klaus Brüggemann, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VdTÜV, "Schutz vor Rückfällen durch die MPU bedeutet Schutz vor schweren und schwersten Unfällen."

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