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Oldtimer: Alfa Romeo Giulia - Die schöne Tochter

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Alfa Romeo Giulia: Die schöne Tochter

| Clemens Niedenthal, Raufeld

Oldtimer: Alfa Romeo Giulia - Die schöne Tochter. So modisch das Kleid, so modern die Karosse: Die Alfa Romeo Giulia als zweitürige GT-Variante. (Quelle: Alfa Romeo)

So modisch das Kleid, so modern die Karosse: Die Alfa Romeo Giulia als zweitürige GT-Variante. (Quelle: Alfa Romeo)

Vor 50 Jahren präsentierte Alfa Romeo die Giulia. Die schöne Tochter begründete die Fahrzeugklasse der modernen Sportlimousine – und dass, wo es an ihr so gar nichts besonderes gibt.

Vermutlich lässt sich das Besondere an diesem Auto gerade dadurch illustrieren, dass an ihm eigentlich nichts wirklich besonders ist. Keine für seine Zeit absolut futuristische Linienführung, wie sie etwa die Citroën DS, die "Göttin", unsterblich gemacht haben. Keine unverwechselbare Silhouette, wie sie dem Porsche 911 oder einem Jaguar E-Type attestieren kann. Keine technologische Avantgarde wie beispielsweise der Wankelmotor des kühn-kühlen NSU Ro80 oder die Flügeltüren des Mercedes 300 SL.

Alfa Romeo Giulia GT wird wirklich schön

So gesehen, wäre die 1962 vorgestellte Alfa Romeo Giulia nichts anderes als eine weitere Tochter aus den Mailänder Werkshallen von Alfa Romeo. Wirklich schön immerhin wurde diese Tochter in der zweitürigen GT-Variante. Und natürlich als offener Spider, aus dem allerdings 1966, vier Jahre nach Einführung der Giulia, eine eigenständige Modellreihe werden sollte.

Charisma und Charakter gewann die Alfa Romeo Giulia indes durch reinrassige Sportwagentechnik und moderne Aluminiummotoren, die schon zur Modelleinführung eindrucksvolle 92 Pferdestärken freisetzten. Und damit, um eine Relation zu schaffen, deutlich mehr als etwa Mercedes oder BMW zeitgleich den Basisversionen ihrer Limousinen spendiert hatten.

Erste Sportlimousine von Alfa Romeo

Ausstattungsdetails wie Scheibenbremsen, Fünfganggetriebe, Dreipunkt-Automatikgurte und Drehzahlmesser setzten zudem Maßstäbe: Die Alfa Romeo Giulia wurde zu dem Auto, das BMW mit den 02er-Modellen erst knappe fünf Jahre später vorstellen konnte. Sie markierte die Geburt der klassischen Sportlimousine. Und wurde, zumal von Hobbymotorsportlern, dementsprechend gerne bei Bergrennen oder Tourenwagenmeisterschaften eingesetzt.

Bei ihrer Premiere 1962 wurde der Giulia von der europäischen Fachpresse allerdings zunächst eine "eigenartige Karosserieform" attestiert. Allzu sehr hing der Zeitgeschmack noch an den barocken Rundungen der 1950er-Jahre. Diese Giulia hingegen war ein "vom Winde modelliertes Auto", wie Alfa Romeo den damals sensationell günstigen cW-Wert von 0,34 kommentierte. Erstmals in Italien hatte der Windkanal die Form vorgegeben.

Dynamisch dreinblickende Rundscheinwerfer, eine niedrige Frontpartie mit abfallender Motorhaube, die stark geneigte Windschutzscheibe und das aerodynamisch geformte Heck im so genannten Kamm-Stil zeigten deutlich, dass die Marke mit dem markanten Namen in der Moderne des Automobildesigns angekommen war – ohne dabei ihr typisches Charisma gegen eine gesichtslose Internationalität eingetauscht zu haben. Diese Giulia blieb Italienerin durch und durch.

Giulia wird zur Ikone

Und sie etablierte sich auf Italiens Straßen und Plätzen so rasant, dass Alfa Romeo bereits im ersten Produktionsjahr mit einer rapiden Erhöhung der Produktionskapazitäten reagieren musste. Die Alfa Romeo Giulia wurde zu einer italienischen Ikone – auch und gerade als rasanter Streifenwagen von Carabinieri und Polizia. Und so verließen in insgesamt 16 Produktionsjahren rund 820.000 Modelle das Alfa-Werk, neben der athletisch-kompakten Limousine und dem GT genannten Coupé sei noch der exzentrische Zagato-Sportler erwähnt. Auch als erste italienische Diesel-Limousine war die Giulia zwischenzeitlich erhältlich.

Zum Stillstand kam die Produktion erst 1978, ein Jahr nach der Vorstellung ihrer Nachfolgerin – die wieder Giulietta hieß und so die Sonderstellung der Giulia in der Geschichte von Alfa Romeo noch einmal betont.

Alfa Romeo Giulia

Die Marke: Alfa Romeo, 1910 in Mailand gegründet, hat sich durch Rennerfolge früh einen Namen als Sportwagenbauer gemacht. Die Alfa Romeo Giulia steht für die letzte große Blüte des unabhängigen Autobauers – seit 1986 ist Alfa Romeo eine Marke des Fiat-Konzerns.

Die Klasse: Leistungsstarke Aluminiummotoren und eine agile Abstimmung: Alfa Romeo begründete mit der Giulia das Genre der modernen und relativ leichten Sportlimosuine. Die 02er-Reihe von BMW oder die Sportvarianten des Opel Ascona folgten dieser Spur.

Das Erbe: Alfa Romeo wird den Modellnamen Giulia im kommenden Jahr wiederbeleben. Der lange erwartete Nachfolger der Limousine 159 heißt dann wieder Alfa Romeo Giulia.

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