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Asbestverseuchte Autos aus China in Australien entdeckt

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Asbestverseuchte Autos aus China in Australien entdeckt

15.08.2012, 12:42 Uhr | t-online.de, AFP

Asbestverseuchte Autos aus China in Australien entdeckt. In Australien ist das Great Wall SUV X240 vom Asbest-Rückruf betroffen (Quelle: Hersteller)

In Australien ist das Great Wall SUV X240 vom Asbest-Rückruf betroffen (Quelle: Hersteller)

Spektakulärer Rückruf in Down Under: Dort sind mit Asbest belastete Autos aus China aufgetaucht. Der giftige Stoff wurde in Motoren der Marken Chery und Great Wall entdeckt, wie der Importeur Ateco und die australische Verbraucherschutz-Kommission ACCC mitteilten. 23.000 bereits verkaufte Wagen wurden demnach zurückgerufen und der Verkauf gestoppt.

Asbest in Motordichtungen

Der giftige Stoff wurde in Dichtungen im Motor und der Abgasanlage der Autos gefunden. Von dem Rückruf sind unter anderem die Modelle X240, V200, X200 von Great Wall sowie der J3 und J11 von Chery betroffen. Gelangt Asbest in die Lunge kann es dort unter anderem Krebs verursachen. In Australien ist Asbest seit 2004 verboten.

Eine akute Gesundheitsgefahr soll laut Angaben der australischen Behörde aber nicht bestehen. Im normalen Betrieb kann nichts passieren, da der Giftstoff in den Dichtungen gebunden ist. Die Behörde warnt aber vor Reparaturen im Motorraum. Dann kann der Stoff freigesetzt werden.

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Warnsticker im Motorraum

Alle Fahrzeughalter werden nun vom Hersteller kontaktiert. Auf Wunsch werden die Teile sofort ausgetauscht oder später bei einer turnusmäßigen Inspektion. Auf jeden Fall soll im Motorraum der betroffenen Autos zunächst ein Warnsticker angebracht werden.

Aufstrebender Autobauer aus China

Great Wall zählt zu den aufstrebenden Autobauern aus China. Der Hersteller eröffnete erst im Februar ein Werk in Nordbulgarien, um von dort den europäischen Markt zu erobern. Chery übernahm zusammen mit der italienischen DR Motor Ende vergangenen Jahres das Fiat-Werk im sizilianischen Termini Imerese.

Zudem will das Unternehmen gemeinsam mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna und dem israelischen Industriekonglomerat Israel Corp. in China Autos für Europa bauen.

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