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Minister Niebel will E10 stoppen

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Minister Niebel will E10 stoppen

15.08.2012, 15:19 Uhr | dpa-AFX, dapd

Minister Niebel will E10 stoppen. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) (Quelle: dapd)

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) (Quelle: dapd)

Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) fordert einen sofortigen Verkaufsstopp für den umstrittenen Biosprit E10 an deutschen Tankstellen. "Die Beimischungspflicht, die die rot-grüne Regierung eingeführt hatte, führt dazu, dass Menschen zu wenig Nahrung haben. Deshalb sollte man E10 jetzt aussetzen", sagte Niebel dem Sender n-tv.

Konflikt zwischen Tank und Teller

"Gerade bei steigenden Lebensmittelpreisen kann Biosprit zu stärkerem Hunger in der Welt beitragen." Niebel betonte: "Wir müssen im Kabinett darüber nachdenken, ob man nicht den Konflikt zwischen Tank und Teller auflösen kann." Ziel der Forschung sollte es sein, die Feldfrüchte für die Nahrungsgewinnung zu erhalten und die Restprodukte für die Biosprit-Produktion zu nutzen. Hier müsse man zu cleveren Ergebnissen kommen.

Viele Autofahrer meiden E10

"Solange man die nicht hat, muss man sich vor dem Hintergrund der Dürre und Hungersituation in der Welt erst mal um die Ernährung der Menschen kümmern", sagte der Minister. Den Sprit mit einem zehnprozentigen Ethanolanteil gibt es seit 2011 in Deutschland, er war von Union und FDP selbst auf den Weg gebracht worden.

Zuvor hatte es nur E5 mit fünf Prozent Ethanol gegeben. Bisher meiden rund zwei Drittel der Autofahrer den Sprit, obwohl ihm mehrfach Unbedenklichkeit für die Motoren bescheinigt wurde.

Biosprit-Branche weist Niebel-Vorschlag zurück

Eine Sprecherin seines Ministeriums wies darauf hin, dass Niebel den Vorschlag aus "entwicklungspolitischer Sicht" unterbreitet habe. Sprecher von Umwelt- und Wirtschaftsministerium erklärten, es handele sich bei dem Vorstoß nicht um eine im Kabinett abgestimmte Strategie.

Die Biospritbranche wies die Ansicht zurück, Pflanzensprit verschärfe Hungerkrisen. Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) sagte, ein Verbot von E10 wäre nichts anderes als Symbolpolitik. "Von der deutschen Getreideernte gingen im vergangenen Jahr etwa vier Prozent in die Bioethanolproduktion." Ein E10-Verbot bliebe ohne Auswirkungen auf die Ernährungssituation in Entwicklungsländern.

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