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Rolls Royce Silver Cloud: Britisch wie der Buckingham Palast

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Rolls Royce Silver Cloud  

Dieses Auto fuhr der Satan

30.09.2013, 18:16 Uhr | Ulrich Feld, t-online.de

Rolls Royce Silver Cloud: Britisch wie der Buckingham Palast. Rolls Royce Silver Cloud (Quelle: Fantasy Junction)

Rolls Royce Silver Cloud (Quelle: Fantasy Junction)

Was Rolls-Royce-Chefdesigner John Blatchley im Jahr 1955 mit dem Rolls-Royce Silver Cloud geschaffen hat, ist majestätische Eleganz mit vier Türen. Viele Betrachter halten dieses Prachtauto mit seinen vollendeten Proportionen für den klassischen Rolls-Royce schlechthin und die schönste Limousine überhaupt. Der wuchtige Wagenkörper kontrastiert aufs Beste mit den angedeuteten geschwungenen Kotflügeln an den Seiten, die an die französischen Luxuswagen der dreißiger und späten vierziger Jahre erinnern.

Rolls-Royce Silver Cloud mit Star-Mephisto am Steuer

Kein Wunder, dass der Rolls-Royce Silver Cloud in der Filmwelt zum beliebten Status-Symbol avancierte. Deutschlands Schauspiel-Legende Gustaf Gründgens war übrigens höchstwahrscheinlich der erste Deutsche, der sich einen Rolls-Royce Silver Cloud bestellte. Mit der Rolle des Teufels Mephisto in Goethes "Faust" hatte Gustav Gründgens die Rolle seines Lebens gefunden. Bis heute gilt er als der beste Mephisto aller Zeiten. Nach seinem Tod ging der bei Auto Becker in Düsseldorf gekaufte Rolls-Royce Silver Cloud in den Besitz von Film-Produzent Horst Wendlandt über. Hinter dem Steuer des britischen Luxuswagens saßen aber auch Cary Grant und Peter Sellers.

Rolls-Royce Silver Cloud als fahrendes Bekenntnis zur Tradition

Nicht weniger als zwölf Lackschichten bedecken die Karosserie des Rolls-Royce Silver Cloud. Mit Zweifarben-Lackierung kommen die eleganten Linien besonders gut zur Geltung. Besonders durch die breite C-Säule verspricht der Rolls-Royce Silver Cloud ein Gefühl der Geborgenheit. In Verbindung mit seinen beeindruckenden Ausmaßen (5,40 Meter lang und 1,90 Meter breit) wirkt der Rolls-Royce Silver Cloud wie ein Schloss auf Rädern.

Rolls-Royce Silver Cloud: Kühlergrill wie die St. Paul's Cathedral

Dazu trägt natürlich auch der monumentale handgearbeitete Kühlergrill bei. Der Rolls-Royce Silver Cloud war abgesehen natürlich vom den Rolls-Royce Phantom V und VI der letzte Rolls-Royce mit hochstehendem Grill, seine Nachfolger erhielten einen quadratischen bzw. einen querstehenden Grill. Besonders durch das glänzende Chrom wirkt die Front der Luxuslimousine wie der Eingang der St. Paul's Cathedral in London.

Superluxuriöses Ambiente im Rolls-Royce Silver Cloud

Der Kühlergrill ist das einzige, woran sich Rolls-Royce Silver Cloud und Bentley S-Type optisch unterscheiden. Innen empfängt die Passagiere ein fürstliches Ambiente, wie das so edel und geschmackvoll wohl nur Rolls-Royce hinbekommt. In dieses Auto setzt man sich nicht einfach nur hinein: Man besteigt es, um sich auf üppig gepolsterten Sesseln niederzulassen, die mit anschmiegsamem Conolly-Leder bezogen sind. Dazu gibt es sehr viel poliertes Nussbaumholz und feine Wilton-Teppiche auf dem Boden. Dem optischen Eindruck entspricht auch der Fahrkomfort. Lautloses Schweben ist angesagt. Die Lenkung ist sehr leicht, Servolenkung wie Automatik waren ab 1957 Standard. Rolls-Royce verbaute im Silver Cloud noch Trommelbremsen, um das Quietschen von Scheibenbremsen zu vermeiden.

Erst sechs, dann acht Zylinder

Auf der Motorseite kam im Rolls-Royce Silver Cloud bzw. Bentley S-Type ein letztes Mal der Reihensechszylinder zum Einsatz, den Rolls-Royce bereits 1938 im Silver Wraith eingeführt hatte. Der Motor mit etwa 120 PS blieb bis 1959 im Programm, als Rolls-Royce im Silver Cloud II einen 6,2 Liter großen und gut 170 PS starken V8 einführte, der im Prinzip heute noch den Bentley Mulsanne antreibt. Der V8-Motor klingt dabei durch seinen betonteren Bass etwas voluminöser als der Sechszylinder.

Gut bei Kräften

Im 1962 präsentierten Rolls-Royce Silver Cloud III, der sich von seinen Vorgängern durch Doppelscheinwerfer unterscheidet, erstarkte der V8-Motor bei gleichbleibendem Hubraum auf etwa 180 PS. Rolls-Royce gab die Leistung seiner Motoren stets mit "ausreichend" an. Und in der Tat, man glaubt gar nicht, wie flott sich dieser ehrwürdig aussehende Luxusklassiker in Bewegung setzt. Die erste Version mit Sechszylinder benötigt knapp 14 Sekunden, um von Null auf Hundert zu beschleunigen, und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h.

Rolls-Royce Silver Cloud erzieht zur Gelassenheit

Ein damaliger VW Käfer brauchte bis 100 km/h mindestens doppelt so lange. Selbst viele kleine Sportwagen der fünfziger Jahre können einem Rolls-Royce Silver Cloud nicht davonfahren. Der Silver Cloud III läuft gar über 180 km/h. Zu diesem Auto passt ein ruhiger und gelassener Fahrstil aber viel besser. Dann kann man auch dem Ticken der elektrischen Uhr lauschen - Rolls-Royce behauptete, bei 100 km/h sei das in einem Silver Cloud das lauteste Geräusch.

Rolls Royce Silver Cloud als Oldtimer

Gemessen an ihrem Neupreis von mindestens 68.000 Mark (Bentley S2) gehören die Rolls-Royce Silver Cloud bzw. Bentley S-Type heute nicht zu den wirklich teuren Oldtimern. Etwa 50.000 Euro für ein gutes Exemplar sollte ein Interessent aber schon übrig haben.

Herzlichen Dank an den Oldtimer-Händler FANTASY JUNCTION aus Kalifornien für die Bilder!

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