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Peugeot 406 Coupé: der Franzosen-Ferrari

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Peugeot 406 Coupé: der Franzosen-Ferrari

13.09.2012, 16:58 Uhr | Ulrich Feld, driver.de

Peugeot 406 Coupé: der Franzosen-Ferrari. Peugeot 406 Coupé (Quelle: Hersteller)

Peugeot 406 Coupé (Quelle: Hersteller)

Über den Peugeot 406 Coupé war sich die Fachwelt schon bei seiner Premiere im Jahr 1997 schnell einig: Das war eines der formschönsten Autos seiner Zeit. Die leicht schräg geschlitzten Scheinwerfer und die schmale Kühleröffnung verleihen dem Peugeot 406 Coupé eine markante Front mit latenter Angriffslust. Die fließenden Linien dahinter mit der sanft ansteigenden Seitenlinie, das elegant geschwungene Dach und der knackige Hintern erinnern nicht von ungefähr an verschiedene Reisecoupés von Ferrari. Der Peugeot 406 Coupé entstand im Studio von Ferraris Hausdesigner Pininfarina.

Der Peugeot 406 Coupé ist aus jenem Stoff, aus dem die Träume des automobilen Mittelstands geschaffen sind. Er folgte damit den Spuren europäischer Coupé-Legenden wie dem Ford Capri oder dem Opel Manta. Nur dass sein Vorbild eben nicht Ford Mustang oder Chevrolet Camaro heißt, sondern Ferrari 456 und damit erheblich höher angesiedelt war. Aber er hatte auch eine Reihe illustrer Vorfahren, schon seit den fünfziger Jahren hatte Pininfarina eine ganze Reihe von Automobilen der Marke mit dem Löwenkopf mit eleganten Aufbauten versehen. Der Peugeot 406 Coupé war leider der letzte Vertreter dieser fruchtbaren Zusammenarbeit. Ebenfalls schade ist, dass es von ihm kein Cabrio gibt. Seine ruhigen und sanften Linien bieten die beste Voraussetzung dazu.

Peugeot 406 Coupé als Traumwagen für Normalverdiener

Schon am Abend seiner Premiere soll beim Peugeot 406 Coupé über 1600 Bestellungen vorgelegen haben. Der Grund ist leicht nachvollziehbar, er ist ein Auto mit einer bildschönen Karosserie, das auch für Normalverdiener noch erschwinglich ist. Dass unter dem wohlgeformten Blech statt eines extravaganten Zwölfzylinders und hochentwickelter Renntechnik eher biedere technische Hausmannskost ihrer Arbeit nachging, war kein Nachteil, im Gegenteil. Das hielt die Unterhaltskosten auf einem erträglichen Niveau.

Mit V6-Motor ein kleiner Ferrari

Zumal die Motoren des Peugeot 406 Coupés durchweg eine sehr flotte Gangart ermöglichen. Schon die Einstiegsversion, ein Zweiliter-Benziner mit vier Zylindern, stellte 132 PS bereit. Eine Dieselversion mit 133 PS kam später hinzu. Damit ging der Peugeot 406 Coupé schon deutlich über 200 km/h. Ein weiterer Vierzylinder mit 2,2 Litern Hubraum brachte es auf 158 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von knapp über 220 km/h. Und richtig zum luxuriösen Reisewagen wurde der Peugeot 406 Coupé mit einem drei Liter großen Sechszylinder. Er brachte zuerst 190 PS, später 207 PS auf die Straße. Damit konnte sein Besitzer sich schon ein bisschen wie ein echter Ferrari-Fahrer fühlen. Er läuft fast 240 km/h.

Hervorragender Reisekomfort im Peugeot 406 Coupé

Nur sollte niemand ein Peugeot 406 Coupé für einen echten Sportwagen halten. Die Lenkung ist leichtgängig, aber nicht allzu genau. Die weiche Federung und die wohnliche Innenausstattung wecken ebenfalls keine sonderlich rasanten Ambitionen. Erst recht nicht, wenn er, wie viele Ausführungen mit Sechszylinder, zusätzlich mit einem Automatik-Getriebe ausgestattet ist. Die Bremsen sind sehr wirkungsvoll, unterliegen aber bei sportlichem Fahrstil einem hohen Verschleiß. Nein, ein Peugeot 406 Coupé bleibt auch in seiner stärksten Version ein souveräner Langstrecken-Gleiter, der zwei Personen mit reichlich Gepäck schnell, mühelos und stilvoll über lange Strecken transportiert. Gerne auch zu den Grand-Hotels an der Côte d'Azur, dort macht er noch immer eine ausgezeichnete Figur.

Peugeot 406 Coupé bietet Genuss ohne Reue

Gemessen an seinem Design, seiner oft reichhaltigen Ausstattung und seiner illustren Ahnenreihe ist der Peugeot 406 Coupé quasi zum Sozialtarif zu haben. Selbst absolute Topmodelle aus Erstbesitz und mit wenig Kilometern kosten nur selten mehr als 10.000 Euro. Solche Fahrzeuge sind aber selten. Besonders beliebt sind die Diesel-Versionen. Die Fertigungsqualität war gut, aber nicht überragend. Rost an der Karosserie ist kein allzu drängendes Problem, aber am Bauch gammelt ein Peugeot gerne. Auspuffanlagen sind zum Beispiel häufig vom Rost betroffen. Die Ersatzteilversorgung ist allerdings gut. Ein Peugeot 406 Coupé bleibt darum bei guter Pflege ein Genuss ohne Reue.

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