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MPU: Klage gegen "Idiotentest" ist oft aussichtslos

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"Idiotentest": Klage gegen MPU-Ergebnis oft aussichtslos

05.10.2012, 14:01 Uhr | dpa-tmn

MPU: Klage gegen "Idiotentest" ist oft aussichtslos. MPU: Ein Reaktionstest gehört auch dazu (Quelle: imago)

MPU: Ein Reaktionstest gehört auch dazu (Quelle: imago)

Viele fürchten ihn - aber ein Entrinnen gibt es oft nicht: Wer vor Gericht das negative Ergebnis einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) - umgangssprachlich auch "Idiotentest" genannt - anfechten will, hat nach Expertenansicht kaum Erfolgschancen.

MPU: Kaum Chancen, das Ergebnis anzufechten

"Betroffene Fahrer können klagen, wenn sie mit der Dienstleistung der MPU-Prüfstelle als Vertragspartner unzufrieden sind - so wie man gegen Handwerker vorgehen kann, die schlampig gearbeitet haben", erklärt der ADAC-Jurist Jost Kärger. Ein Prüfungsergebnis anzufechten, sei aber grundsätzlich sehr schwierig.

Beweise müssen erbracht werden

Im Fall der MPU müsse der Kläger nachweisen, dass nicht er selbst, sondern der Anbieter die Prüfung etwa durch eine Fehleinschätzung der körperlichen und psychischen Verfassung seines Kunden verpatzt hat. Dafür sind Beweise nötig - etwa Tonband- oder Videoaufzeichnungen des Prüfungsgesprächs mit einem Psychologen.

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Auf welche Fallen man beim Kauf achten sollte. zum Video

Kein Anspruch auf Aufzeichnungen

Anspruch auf solche Aufzeichnungen haben MPU-Teilnehmer nach aktueller Rechtslage nicht. "Einige Prüfstellen bieten das freiwillig an, danach sollte man vor der Anmeldung fragen", empfiehlt Kärger. Die MPU ist umstritten, weil es bisher keine bundeseinheitlichen Regeln dafür gibt.

MPU soll reformiert werden

Bundesverkehrsminister Peter Raumsauer (CSU) will im Herbst eine Arbeitsgruppe zur Reform der MPU einsetzen. Bis dahin soll die Bundesanstalt für Straßenwesen Prüfungsabläufe schärfer kontrollieren und Gutachten stichprobenartig auf unzulässige Methoden und Fragestellungen überprüfen. Außerdem plant Ramsauer ein Internetportal, in dem sich MPU-Teilnehmer über ihrer Meinung nach willkürliche Prüfungsergebnisse beschweren können.

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