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Geisterfahrer: Bundesverkehrsminister Ramsauer will Warntafeln aufstellen

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Bundesverkehrsministerium  

Warntafeln gegen Geisterfahrer

23.10.2012, 10:10 Uhr | dapd

Geisterfahrer: Bundesverkehrsminister Ramsauer will Warntafeln aufstellen. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will Warntafeln gegen Falschfahrer einsetzen (Quelle: dapd)

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will Warntafeln gegen Falschfahrer einsetzen (Quelle: dapd)

Als Konsequenz aus dem jüngsten Falschfahrer-Unfall auf der A 46 mit vier Toten erwägt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) seinen alten Vorschlag von 2010 wieder aufzunehmen und die rund 2000 Autobahnauffahrten in Deutschland durch zusätzliche neongelbe Warntafeln sicherer zu machen.

Geisterfahrer: Pilotprojekt in Bayern

In der "Bild"-Zeitung verwies Ramsauer auf ein entsprechendes Pilotprojekt in Bayern. Nur in eine Richtung befahrbare Metallzacken wie auf vielen Hauptverkehrsadern in den USA oder der Türkei schloss der CSU-Politiker dagegen aus. Deutschland habe das dichteste Autobahnnetz Europas.

Ramsauer: Aufklärung wichtig

"Überall Metallzacken zu installieren, wäre extrem aufwendig und von vorsätzlichen Geisterfahrern auch wieder umgehbar", sagte der Minister. Er betonte: "Ein Allheilmittel gibt es also leider nicht. Deshalb ist und bleibt Aufklärung sehr wichtig."

Geisterfahrer sehr selten

Pro Jahr gibt es laut Bundesverkehrsministerium etwa 1700 bis 2000 Falschfahrer-Meldungen bei Polizei und Verkehrsfunk. Darin enthalten sind auch alle glimpflich verlaufenen Zwischenfälle, Telefonscherze und Irrtümer. Die meisten unfreiwilligen Geisterfahrten gehen den Forschern zufolge tatsächlich glimpflich aus, weil der Falschfahrer, der seinen Irrtum erkannt hat, in der Regel tut, was er kann, um Unfälle zu vermeiden.

Unfall mit Falschfahrer oft tödlich

"Elf von 22.000 von uns untersuchten Autounfällen mit Personenschäden fallen in die Kategorie Falschfahrten", sagt Verkehrsunfallforscher Henrik Liers von der TU Dresden. Seine Statistik reicht über zehn Jahre. Zumindest der Anteil an den Unfällen sei repräsentativ, sagt er. Sicher ist andererseits auch, dass es eine der Unfallarten mit der höchsten Lebensgefahr ist: "Bei jedem zweiten gibt es mindestens ein Todesopfer."

Geisterfahrer: Vier mögliche Ursachen

Vier mögliche Ursachengruppen für eine Falschfahrt gibt es: Alkohol und Drogen, Orientierungslosigkeit, bewusstes Wenden auf der Autobahn - etwa wegen einer verpassten Ausfahrt - und schließlich Suizidabsicht. Und wer den Tod sucht, hält sich wahrscheinlich nicht an die Richtgeschwindigkeit. Pro Jahr kommen jeweils etwa 400 Menschen als Rad fahrende Verkehrsteilnehmer ums Leben, ebenso viele Personen bei Unfällen auf Landstraßen. Bei Geisterfahrten sterben pro Jahr durchschnittlich 20 Menschen.

Zufällige Häufung in diesem Oktober

Allein im Oktober 2012 aber waren es bis zum Wochenende schon zwölf. Diese extrem drastische Häufung kann kein Fachmann erklären. Liers' Statistik gibt keinen Beweis dafür her, dass es an früher einsetzender Dunkelheit oder häufigeren Depressionen als im Frühjahr oder Sommer liegt. "Es handelt sich um junge wie alte Autofahrer, um Frauen wie Männer mit oder ohne Blackout", sagt Rainer Hillgärtner vom Autoklub ACE. Trotz des "schwarzen Oktobers" gebe es "bislang keine belastbaren Anzeichen für die Annahme, dass Geisterfahrer häufiger im Herbst unterwegs sind", ergänzt er. Auch die Zahl der Nebelunfälle sei in den vergangenen Jahren gesunken.

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