20.11.2012, 14:27 Uhr | mid
Dieselfahrer hatten es im letzten Winter schwer: Oft blieben die Autos liegen, obwohl Winterdiesel getankt wurde. Doch der Kraftstoff war nicht für die extreme Kälte geeignet und flockte aus. Auch dieses Jahr gilt: Wer ab Mitte November in Deutschland Dieselkraftstoff zapft, füllt Winterdiesel in seinen Tank, der bis minus 20 Grad geeignet ist. Aber was wurde getan, um eine erneute Diesel-Pannenserie zu verhindern?
Der ADAC hat im Februar 2012, als Deutschland von einer grimmigen Kältewelle erfasst worden war, den Cold Filter Plugging Point (CFPP) handelsüblicher Dieselkraftstoffe gemessen, also jenen Punkt, an dem der Diesel auszuflocken beginnt und zur Verstopfung führt. Die Werte lagen mit minus 24 Grad bis minus 33 Grad deutlich unter den minus 20 Grad, die vom Deutschen Institut für Normung (DIN) vorgegeben sind. Trotzdem weiß der Dieselfahrer beim Tanken nicht, welcher Kälte der gerade vom ihm getankte Dieselkraftstoff trotzen kann.
Bis November muss der Kraftstoff bis minus zehn Grad Celcius fließfähig bleiben, danach muss er minus 20 Grad aushalten, bevor er ausflockt - und möglicherweise den Kraftstofffilter verstopft. Das Problem: In Deutschland herrschen aber mitunter auch Temperaturen bis minus 30 Grad.
Früher konnte sich der Autofahrer noch selbst helfen und gab dem Diesel einen kräftigen Schluck Benzin bei. Doch ein solches Gemisch vertragen moderne Dieselmotoren nicht. Um so mehr müssten sich die Autohersteller heute dafür einsetzen, dass der Mineralölmarkt zu jeder Zeit den Kraftstoff bereit hält, den moderne Dieselautos benötigen.
An deren Bemühen darf indes gezweifelt werden. Die Frage vom Motor Informations Dienst (mid) an die deutschen Autohersteller, was sie aus den Erfahrungen des Februar 2012 mit den extrem niedrigen Temperaturen gelernt haben, reichten die Fahrzeugbauer an den Verband der Deutschen Automobilindustrie weiter. Von dort war bislang nur zu vernehmen, dass der CFPP heute keine hinreichende Aussagekraft mehr habe.
Deshalb werde über die Festlegung eines Trübungspunktes CP (Cloudpoint) nachgedacht. "Hierüber ist die deutsche Automobilindustrie gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Normung (DIN), der Mineralölindustrie und dem ADAC im Gespräch, um eine kurzfristige Verbesserung des Kraftstoffs zu erreichen", hieß es in einer Antwort des VDA im August dieses Jahres. Seitdem herrscht Schweigen.
Ähnlich reagierte die Mineralölindustrie. Von Seiten der Kraftstoffanbieter war auf Anfrage zu hören, dass ein Arbeitskreis gebildet worden sei und davon ausgegangen werden könne, "dass es noch in diesem Jahr rechtzeitig vor Einbruch der Kälteperiode für die Dieselfahrer ein Empfehlungsschreiben geben wird". Auch dieses bisher unerfüllte Versprechen rührt vom August dieses Jahres.
Damit bleibt dem Dieselfahrer einzig das Hoffen auf erträgliche Temperaturen oder das Abstellen des Fahrzeugs in einer Garage.
20.11.2012, 14:27 Uhr | mid
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