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Porsche 944 gegen Audi-Coupé: Zweitürer zum Aufstieg

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Porsche 944 gegen Audi-Coupé: Zweitürer zum Aufstieg

10.12.2012, 16:16 Uhr | mid

Porsche 944 gegen Audi-Coupé: Zweitürer zum Aufstieg. Audi Coupé (Quelle: Hersteller)

Audi Coupé (Quelle: Hersteller)

Coupés in der Mittelklasse gehören heute zum guten Ton. Gediegene Zweitürer mit einem sportlichen Touch sind lange nicht mehr Privileg der Ober- und Luxusklasse. BMW lockt mit einer Coupé-Version der Dreier-Reihe, Audi bietet den zweitürigen A5 an und Mercedes veredelt die C-Klasse mit einem Zweitürer. Den Trend begannen Audi und Porsche ab 1980.

Coupés folgen traditionell einem bewährten Rezept: zwei Türen weniger als eine Limousine, dafür mehr Exklusivität und ein höherer Preis. Diese Rezeptur brachte über die Jahrzehnte eindrucksvolle Autos hervor. Schon vor dem Krieg glänzten die zweitürigen Kompressor-Mercedes-Fahrzeuge oder der geschlossene BMW 328. Nach dem Krieg kreierte Mercedes die Coupés der S-Klasse und BMW baute zeitlose Zweitürer auf Basis des 502. Das waren Traumwagen in Preisregionen, die für bürgerliche Stände unerreichbar waren. Porsche demokratisierte das Coupé schließlich mit dem 356 in den Fünfzigern, bis VW dank Karman Ghia ab 1955 den formschönen Zweitürer mit Käfertechnik für eine größere Käuferschicht erschloss. Ab den späten sechziger Jahren folgten der Opel Manta, der Ford Capri oder der VW Scirocco.

Porsche 944 gegen Audi-Coupé

In den frühen Achtzigern besann sich auch Audi wieder der Coupé-Kultur für die Mittelklasse. Die Ingolstädter präsentierten 1980 schlicht "das Coupé". Porsche stellte 1982 den 944 vor, der sich als sportlichere Alternative empfahl. Zwei Gründe begünstigten bei Audi die Entscheidung, ab den Achtzigern ein Coupé der Mittelklasse ins Programm aufzunehmen: einmal der Erfolg der zweitürigen Version des Audi 100, der es zwischen 1970 und 1976 auf immerhin 30.787 Exemplare gebracht hatte. Und dann war da noch der revolutionäre Quattro, der 1980 für Furore sorgte. Der Sportler kam mit dem ersten Pkw-Allradantrieb in Großserie auf den Markt. Er startete im Oktober 1980 mit 200 PS für 49.900 D-Mark und deutete allein vom Preis her an, dass er seine künftigen Gegner beim 911 aus dem Hause Porsche sah.

Schrägheck plus Audi 80-Technik im Coupé

Ohne die expressiven Kotflügelverbreiterungen des kantigen Quattros lieferte die Karosserie mit der charakteristischen schräg abfallenden Hecklinie die ideale Steilvorlage für ein klassisches Coupé der Mittelklasse. Gleichzeitig mit dem Quattro brachte Audi das erste Coupé mit 115 PS für 21.930 Mark auf den Markt. Die technische Basis mit Antrieb, Kraftübertragung und Fahrwerk stammte praktisch unverändert vom Audi 80.

Einstieg ins Audi 80-Coupé mit 75 PS

Mit dem Quattro glückte Audi der Anschluss an die etablierten Premium-Hersteller Mercedes und Audi, weil sich der vom damaligen Audi-Entwicklungsvorstand Ferdinand Piech postulierte "Vorsprung durch Technik" mit praktischen Übungen wie dem Allradantrieb etablierte. Das erblühende Selbstvertrauen der VW-Tochter schlug sich nicht zuletzt beim Coupé nieder. Die schnell erwachende Nachfrage sorgte für eine rasche Verbreiterung des Angebots. Nach unten rundeten zwei Versionen mit 75 PS und 90 PS das Angebot ab. Seit August 1982 war das Audi Coupé GT 5E verfügbar, dessen Fünfzylinder mit Benzineinspritzung 130 PS leistete. Für 27.400 D-Mark war es ein Angebot ohne direkten Wettbewerber auf dem deutschen Markt.

Porsche kontert mit dem 944

Das galt zumindest, bis Porsche im Januar 1982 den 944 in den Handel brachte. Die Weiterentwicklung des Porsche 924 emanzipierte die Baureihe als echten Porsche, denn im Gegensatz zu den Audi-Vierzylindern, die beim 924 ihren Dienst verrichteten, bot der 944 einen ganz neuen Motor. Die schwäbischen Entwickler hatten den V8 des Porsche 928 halbiert. Mit 2,5 Liter fiel der Hubraum für einen Vierzylinder rekordverdächtig aus. Die Leistung betrug standesgemäße 163 PS. Mit 38.900 D-Mark war der 944 deutlich teurer als das Audi Coupé (mit Ausnahme des Ur-Quattro), richtete sich jedoch an die gleiche Zielgruppe.

Porsche 944 kostet 10.000 Mark mehr

Im Oktober konterte Audi mit dem Coupé GT und dem Coupé quattro. Beide Modelle verfügten über einen Fünfzylinder-Einspritzer mit 136 PS und kosteten 32.150, beziehungsweise 37.500 Mark. Im März 1987 verabschiedete sich das Audi Coupé vom Markt. In der Top-Version für 44.380 Mark mit Allradantrieb und geregeltem Dreiwege-Kat, der die Leistung auf 120 PS reduzierte. Zu diesem Zeitpunkt berechnete Porsche für einen 944 mit Katalysator und 160 PS 55.315 D-Mark. In seinen letzten drei Produktionsjahren von 1988 bis 1991 erstarkte der 944 als Turbo auf 250 PS und erhielt ab 1987 auch noch eine Cabrio-Variante.

Richtig teuer ist der Quattro

Der Porsche 944 hatte es als Gebrauchtwagen lange Zeit schwer gegen den Macho-Charme des 911. Erst seit einigen Jahren wird auch das Frontmotor-Modell zumindest wegen seiner Problemlosigkeit und seines Platzangebots geschätzt. Am meisten gesucht sind die Turbo- und Cabrio-Modelle ab 1988. Für frühere Modelle sind die Preise mit rund 12.000 bis 15.000 Euro für wirklich gute Exemplare noch niedrig, Käufer müssen sich aber auf Porsche-typisch hohe Ersatzteilpreise einstellen. Ungefähr 10.000 Euro sind für ein gutes Audi-Coupé anzulegen. Wer jedoch der brachialen Ausstrahlung des 200 PS starken Audi Quattro erliegt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen: Die Preise beginnen bei etwa 25.000 Euro.

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