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Die Autos des Jahres 2012: Das Autojahr im Rückspiegel

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Evolution und Revolution - Das Autojahr 2012 im Rückspiegel

28.12.2012, 14:35 Uhr | t-online.de, dpa-tmn

Die Autos des Jahres 2012: Das Autojahr im Rückspiegel. Erfolgstyp und Flop in einem Wagen: VW Golf als Elektroauto (Quelle: Hersteller)

Erfolgstyp und Flop in einem Wagen: VW Golf als Elektroauto (Quelle: Hersteller)

Golf, Golf, Golf - blickt man zurück auf das Autojahr 2012, gab es über weite Strecken kaum ein anderes Thema als die siebte Generation des VW-Bestsellers. Fast kein Thema dagegen ist das Elektroauto - zumindest auf Seiten der Kunden.

Neuer Golf mit neuer Plattform

Im Sommer kam der Golf Generation 7 in die Nachrichten und im Herbst in den Handel. "Dieses Auto prägt das gesamte Modelljahr", sagt Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach. Die neue Golf-Auflage steht auch für die Einführung des Modularen Querbaukastens im VW-Konzern, aus dem laut Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg mehr als zwei Dutzend Fahrzeuge entstehen sollen. Modelle wie der Audi A3 und der Seat Leon sind schon enthüllt, mit Autos wie dem Skoda Octavia und dem Golf Variant geht es 2013 weiter. "Dieses Produktionssystem bringt den Niedersachsen einen gewaltigen Kosten- und Wettbewerbsvorteil", sagt Prof. Franz-Rudolf Esch vom Automotive Institute for Management in Wiesbaden.

Mercedes: A wie Angriff

Während VW die Stärken des Golf weiter ausbaute, setzten andere Hersteller auf einen Imagewandel. "A wie Angriff", war das Motto von Daimler-Chef Dieter Zetsche, als er im Frühjahr die neue A-Klasse auf den Weg brachte. Flacher gezeichnet und sportlicher abgestimmt als je zuvor: Der Kompakte mit Stern ist kaum wiederzuerkennen.

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Opel wird chic

Ebenfalls einen Imagewandel versucht der krisengeschüttelte Autobauer Opel mit dem Adam. Der Kleinwagen kommt so bunt und modisch daher wie der Fiat 500 oder der Mini. Entwickelt in Rüsselsheim und gebaut in Eisenach, ist er außerdem ein Gegenpol zur Globalisierung im GM-Konzern und wird deshalb zum Hoffnungsträger stilisiert.

Volumenmodelle und Imageträger

Schicksalsmodelle wie den Opel Adam haben noch andere Hersteller enthüllt. Die neuen Kleinwagen Peugeot 208 und Renault Clio werden genauso über Wohl und Wehe ihrer Erbauer entscheiden wie der Erfolg von Leon und Toledo über die Zukunft von Seat. Toyota bietet mit dem GT-86 nach langer Pause wieder einen Sportwagen an. Und Jaguar findet mit dem Roadster F-Type zurück zum legendären E-Type.

Dickschiff aus England speckt ab

Der neu aufgelegte Range Rover als Mutterschiff unter den luxuriösen Geländewagen dürfte ebenfalls aus dem Autojahr 2012 in Erinnerung bleiben. Mit 420 Kilogramm Gewichtseinsparung steht Land Rovers Topmodell auch für den anhaltenden Leichtbautrend. Der Toyota Prius wurde zum ersten Plug-in-Hybriden auf dem deutschen Markt. Die koreanischen Aufsteiger Hyundai i30 und Kia C'eed konnten sogar VW-Chef Martin Winterkorn Respekt abringen.

Leichtbau wieder in aller Munde

Fast all diese Neuheiten spiegeln die großen Techniktrends des Jahres 2012 wider. Für viele Experten sind das vor allem die Interneteinbindung im Fahrzeug, das konsequente Downsizing der Motoren bis hin zu Drei- und Zweizylindern, die zunehmende Ausbreitung von Assistenzsystemen wie Notbremsfunktionen und Spurhaltesystemen sowie der Leichtbau.

Rabattschlacht in Deutschland

Die Buchhalter der Autoindustrie werden 2012 mit gemischten Gefühlen abschließen. Überall auf der Welt weisen die Zahlen nach oben, aber in Südeuropa sind die Märkte bereits eingebrochen und in Zentraleuropa fürchten alle die nächste Krise, fasst Esch die Lage zusammen. Die Folge: Auf dem Neuwagenmarkt in Deutschlang tobt eine Rabattschlacht. "Das ist nur vordergründig gut für die Verbraucher", sagt Bratzel. "Hohe Rabatte schaden den Marken, deren Modelle zu Ramschartikeln verkommen." Mit Blick auf den Wiederverkauf liefen Kunden Gefahr, die Zeche dafür zahlen zu müssen.

Das E-Auto kommt nicht in Fahrt

Mehr als 100 Neuheiten in allen Segmenten, vielversprechende Technologien für mehr Sicherheit, Komfort und Effizienz und stetig wachsende Flotten beim Carsharing zeugen von der Innovationsfreude der Autoindustrie. Zumindest in einem Punkt kommt der Fortschritt aber nur im Schneckentempo voran: bei der Elektromobilität. "Da hat sich 2012 eine große Ernüchterung breitgemacht", sagt Bratzel. Denn die Forderung der Bundesregierung nach einer Million Zulassungen bis zum Jahr 2020 scheint mittlerweile unerreichbar.

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Opel Ampera ist Marktführer

In Deutschland ist nur eines von 1000 Autos ein Elektroauto - bisher sind weit weniger als 10.000 E-Autos in Deutschland zugelassen. Das meistverkaufte Elektroauto ist der Opel Ampera - der zwar rein elektrisch fährt, aber einen Benzingenerator zur Stromproduktion mit an Bord hat.

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