28.12.2012, 10:58 Uhr | dpa-AFX
Autofahrer in Deutschland haben im zu Ende gehenden Jahr Tausende Stunden in Blechlawinen festgesteckt. Die gemeldeten Staus des Jahres 2012 summierten sich nach Berechnungen des ADAC zu einer Gesamtlänge von fast 600.000 Kilometern. Der Autoclub registrierte nach einer Auswertung seiner Verkehrsdatenbank auf deutschen Autobahnen 285.000 Staus mit einer Gesamtdauer von 230.000 Stunden.
Diese Bilanz zeige, wie überlastet das deutsche Autobahnnetz mittlerweile sei. Die Fernstraßen müssten an besonders stauanfälligen Abschnitten dringend ausgebaut werden. "Als wichtiger Wirtschaftsstandort im Herzen Europas muss Deutschland alles daran setzen, seine Verkehrswege in Schuss zu halten und, wo notwendig, zu erweitern", sagte ADAC-Präsident Peter Meyer laut Mitteilung.
Sowohl bei den gemeldeten Staukilometern als auch den Staustunden führt Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 25 Prozent das Feld der Bundesländer an. Bayern liegt mit 16 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von Baden-Württemberg mit 14 Prozent. Auf den Autobahnen A 5, A 8 und A 1 standen die Autofahrer besonders lange in Staus.
In einem Crashtest stellt der ADAC die typische Unfallart nach - mit schockierenden Ergebnissen. zum Video
2011 hatte der ADAC 190.000 Staus mit einer Gesamtlänge von 450.000 Kilometer verzeichnet. Die Daten seien aber nur bedingt zu vergleichen, unterstrich der Club. Der starke Anstieg von 2011 auf 2012 gehe nahezu ausschließlich auf die genauere Erfassung der Verkehrslage zurück. Tatsächlich sei das Staugeschehen 2012 auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr.
Quelle: dpa-AFX
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