23.01.2013, 10:59 Uhr | dapd, dpa
Das ist wirklich eine hohe Quote: Fast jeder dritte Fahranfänger fällt mindestens einmal durch die praktische oder theoretische Führerscheinprüfung. Der Autoclub Europa ACE macht dafür eine mangelhafte Vorbereitung in den Fahrschulen verantwortlich. Zugleich befürchtet der Club deutliche steigende Kosten für den Erwerb der Fahrerlaubnis.
Durchfallquoten von rund 30 Prozent seien kein Zeichen für eine hochqualifizierte Ausbildung, heißt es in einer Studie. In seiner Studie beruft sich der ACE auf Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes.
Danach sind im Jahr 2011 bundesweit knapp 28 Prozent der Fahrschüler mindestens einmal durch die Führerscheinprüfung gefallen. Es komme der Verdacht auf, dass es einen Zusammenhang zwischen der hohen Durchfallquote und der schlechten Ertragslage gibt, unter der viele Fahrschulen angesichts der demografischen Entwicklung leiden, sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. "Sie spekulieren auf eine hohe Durchfallquote, um anschließend zusätzliche Fahrstunden abrechnen zu können."
Dabei gibt es der Untersuchung zufolge große regionale Unterschiede. Die niedrigste Durchfallquote bei Führerscheinprüfungen hatte Hessen (22,14 Prozent) gefolgt von Niedersachsen (24,87) und Schleswig-Holstein (25,13 Prozent). In Thüringen und Sachsen dagegen fielen mehr als 36 Prozent der Aspiranten durch die Prüfung, in Sachsen-Anhalt sogar gut 38 Prozent.
Der ACE rief Führerscheinaspiranten dazu auf, Fahrschulen nicht unbedingt nach vermeintlichen Billigpreisen auszusuchen. Entscheidend sei eher eine hohe Quote bestandener Prüfungen, sagte Sprecher Hillgärtner.
Die Fahrausbildung könnte in den kommenden Jahren teurer werden. Dies wäre die Konsequenz aus einer möglichen Verlängerung der Ausbildung, wie Experten sie vorschlagen. Im Gespräch unter Fachleuten sind Kontroll-Fahrstunden, die Neulinge im ersten Jahr am Steuer verpflichtend absolvieren sollen.
Schon heute koste der Führerschein etwa 1800 Euro. Für steigende Gebühren in der Ausbildung am Steuer ist dem ACE zufolge auch die wirtschaftlich prekäre Lage vieler Fahrschulen verantwortlich. So sank die Zahl ausgestellter Führerscheine im Jahr 2011 um 40.000 auf 885.000. Zugleich stieg die Zahl der Fahrlehrer, die von der Ausbildung leben, um etwa 700 auf 55.100 - mehr Fahrlehrer teilen sich also weniger Fahrschüler.
23.01.2013, 10:59 Uhr | dapd, dpa
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