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Benzinpreise: Vor Ostern steigen sie noch einmal

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Benzinpreise: Vor Ostern steigen sie noch einmal

22.03.2013, 15:03 Uhr | AFP

Das war ja zu erwarten: Pünktlich zum Start in die Osterferien in vielen Bundesländern klettern die Benzinpreise. Laut ADAC müssen Autofahrer im bundesweiten Schnitt derzeit 1,567 Euro je Liter Super E10 auf den Tisch legen und damit mehr als zur Wochenmitte. Bis dahin waren die Preise im Wochenvergleich bereits um mehr als 5 Cent gestiegen. Auch Diesel wurde wieder teurer, derzeit kostet ein Liter 1,437 Euro.

Benzinpreise: es geht noch höher

"Man kann derzeit sicher noch nicht von Abzocke sprechen", sagte ein ADAC-Sprecher am Freitag. Es stehe aber zu befürchten, dass die Spritpreise vor Ostern weiter anziehen werden.

Mineralölwirtschaft: Harter Wettbewerb

Der Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), Klaus Picard, sagte, im vergangenen Monat seien die Tankstellenpreise häufig nicht einmal kostendeckend gewesen. "Jetzt normalisiert sich das Tankstellengeschäft bei weiterhin hartem Wettbewerb. Die aktuellen Preise liegen aber immer noch unter dem Niveau von Januar und Februar."

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Benzinpreise: Kartellamt machtlos

Hohe Benzinpreise ärgern jeden Autofahrer. Leider ist dagegen kaum ein Kraut gewachsen. Selbst das Bundeskartellamt sieht sich machtlos im Kampf gegen Preiserhöhungswellen an Tankstellen, wie es sie etwa zur Oster-Reisezeit regelmäßig gibt.

Keine illegalen Absprachen

Die Mineralölkonzerne hätten "ein System gefunden, mit dem sie gefahrlos Preiserhöhungen durchsetzen können", sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt dem "Tagesspiegel". Die Wettbewerbsbehörde habe keine Hinweise auf illegale Preisabsprachen. Die Mineralölkonzerne nutzten ihre Marktmacht jedoch geschickt aus. Sie beobachteten die Preise der Konkurrenz und zögen bei Änderungen nach.

"Ergebnis mangelnden Wettbewerbs"

Jede Konzernzentrale kenne den Spritpreis an jeder Tankstelle, sagte Mundt. Diese Transparenz nutzten die Mineralölkonzerne für Preiserhöhungen. "Das ist unerfreulich und ein Ergebnis mangelnden Wettbewerbs, aber kein verbotenes Verhalten."

Meldestelle "so bald wie möglich"

Die geplante zentrale Meldestelle für Spritpreise beim Kartellamt, mit deren Daten Verbraucher künftig die Preise an allen 14.700 Tankstellen in Deutschland vergleichen können sollen, werde "so bald wie möglich" an den Start gehen, sagte Mundt. Damit werde es Verbraucher künftig möglich sein, gezielt die günstigste Tankstelle anzusteuern. Nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) könnte die Meldestelle bis zum Sommer startklar sein.

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Benzinpreise auf dem Smartphone

An die sogenannte Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt müssen Mineralölunternehmen künftig binnen fünf Minuten Spritpreisänderungen weitergeben. Die Daten gibt die Meldestelle dann kostenlos an Verbraucher-Informationsdienste weiter, die Preisvergleichsprogramme für Smartphones oder entsprechende Anwendungen für Navigationssysteme anbieten.

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