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Mercedes 300 SEL 6.8 AMG: "Rote Sau" wurde nachgebaut

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Mercedes 300 SEL 6.8 AMG: "Rote Sau" kommt wieder

05.04.2013, 15:37 Uhr | Peter R. Fischer

Mercedes 300 SEL 6.8 AMG: "Rote Sau" wurde nachgebaut. Mercedes AMG 300 SEL 6.8 Liter: Die "rote Sau" (Quelle: Motor 77)

Mercedes AMG 300 SEL 6.8 Liter: Die "rote Sau" (Quelle: Motor 77)

Ein Mercedes 300 SEL der Tuning-Schmiede AMG holte 1971 beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa den zweiten Platz. Der rot lackierte Rennwagen ging als die "Rote Sau" in die Motorsport-Geschichte ein.

Doch der Renner blieb nicht erhalten: AMG-Gründer Werner Aufrecht verkaufte den bulligen Mercedes zu Nato-Testzwecken nach Frankreich. Das Auto blieb verschollen. Die Gebrüder Drowatzky bauten den AMG-Mercedes nach.

Mercedes 300 SEL 6.8 rannte in Spa-Francochamps

Ich stehe vor der Replika des ersten Mercedes, der beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francochamps 1971 stolz die Lettern AMG tragen durfte. 1971 sorgte dieser Mercedes für eine Sensation. Das kleine AMG-Team stellte sich trotzig gegen die Armada der Werkteams mit ausgefeilten Hightech-Rennern.

Rote Sau rannte mit Mercedes 600-Motor

Der Mercedes 300 SEL 6.8 von AMG war die modifizierte Variante einer Reiselimousine mit Luftfederung und dem 6,3 Liter großen Motor des Mercedes 600. Und so was sollte gegen die Elite des europäischen Tourenwagenbaus bestehen? Sie bestand  – mit Auszeichnung!

Nachbau des Mercedes 300 SEL 6.8 von AMG

„Hallo?!“ Tino Drowatzky packt mich an der Schulter. Die Gegenwart hat mich wieder. Behutsam schieben wir die Replika des Mercedes 300 SEL 6.8 von AMG aus ihrer Behausung, um sie in ganzer Pracht bewundern zu können. "Im Vordergrund stand für uns das 100 Prozent originale Erscheinungsbild der Roten Sau, sowohl außen als auch im Innenraum".

Nachbau der Roten Sau mit AMG-Hilfe

Stundenlang – und mit tatkräftiger Unterstützung von AMG – haben die Drowatzkys alte Fotografien, Pläne und Zeichnungen der roten Sau gesichtet, um dem Original optisch so nahe wie möglich zu kommen. Anstelle einer schnöden Kugel thront beispielsweise ein eigens gedrechselter Holzschaltknauf mit eingelassenem Mercedesemblem auf dem Schaltstock. „Wir sind unverbesserliche Perfektionisten,“ gibt Tino Drowatzky zu, „der Seca-Aufkleber auf der Heckklappe war beim Originalfahrzeug auch schief angebracht.“

Sogar die Aufkleber sind schief wie beim Original

In einer Nacht- und Nebelaktion mussten damals neue - größere - Sponsorenaufkleber angebracht werden. Kurzerhand und ohne Rücksicht auf Symmetrie pappte AMG-Mitbegründer Melcher den größeren Seca-Sticker über das alte kleinere Pendant.  All das wurde berücksichtigt. Basisfahrzeug war ein stillgelegter Mercedes 300 SEL 6.3. Der Motor wurde auf authentische 6,8 Liter Hubraum aufgebohrt.

Die Optik der Roten Sau ist von 1971...

Beim Fahrwerk und den Bremsen sind keine Kompromisse gemacht worden. Zu viel Originalität wäre hier zum Sicherheitsrisiko geworden. Deshalb wurde anstatt des originalen Luftfahrwerks ein modernes, voll einstellbares Gewindefahrwerk verbaut. Diese Abweichung vom Original bemerkt aber nur, wer unter dem Auto liegt.

...Technik von 2012

Sollte man dazu jemals die Gelegenheit bekommen, kann man gleich auch einen Blick auf die moderne Bremsanlage werfen, die nur deshalb Verwendung finden kann, weil die Replika auf BBS-Flachbettfelgen steht. Diese ermöglichen eine größere Bremsanlage als im Original von 1971. „Das Spezielle an den mehrteiligen BBS-Felgen ist, dass sie innen verschraubt sind. Den Felgenstern haben wir extra angefertigt, damit sie von außen nicht von den originalen Ronal-Felgen zu unterscheiden sind – Optik von 1971, Technik von 2012“. Diesem Credo wird der sächsische Nachbau vollkommen gerecht.

Vorfreude ist die schönste Freude

Noch lange stehen wir um den Mercedes herum, sitzen Probe und entdecken immer neue sehenswerte Details und spannende Blickwinkel, bevor wir die Rote Sau mit vereinten Kräften in die Halle zurückschieben. Der Sand unter den Breitreifen knirscht leise, das Licht geht klackend aus, das Tor fällt mit einem Rums ins Schloss – Stille. Wir kommen wieder. Und dann wird die Rote Sau das machen, was sie am besten kann: brüllen! Versprochen.

 

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