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Fiat 124 Spider: Ferrari für Normalverbraucher

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Fiat 124 Spider: Mit Pininfarina zum Bestseller-Erfolg

22.04.2013, 10:20 Uhr | Ulrich Feld

Fiat 124 Spider: Ferrari für Normalverbraucher. Fiat 124 Spider: Der schöne Italiener (Quelle: Hersteller)

Fiat 124 Spider: Hübsche Kreation von Pininfarina (Quelle: Hersteller)

Der Fiat 124 Spider faszinierte Betrachter schon bei seinem Debüt auf dem Autosalon in Turin 1966 durch seine Ähnlichkeit mit diversen offenen Ferrari. Seine Linienführung erinnerte stark an das Ferrari 250 Cabriolet II.

Kein Wunder: Niemand anders als das Designstudio Pininfarina entwarf das Karosseriekleid des Fiat 124 Spider. Und ähnlich wie ein großes Ferrari-Cabriolet mit Zwölfzylindermotor verstand sich der hübsche offene Fiat 124 eher als formschöner und vergleichsweise komfortabler Reise-Cabriolet denn als harter Sportwagen.

Fiat 124 Spider mit Klappdach

Von robusten britischen Konkurrenten wie Triumph oder MG unterschied sich der Fiat 124 Spider schon durch sein einfach zu bedienendes Klappverdeck. Mit wenigen Handgriffen ließ es sich öffnen und schließen, wogegen Fahrer eines MGB - der dem Fiat 124 Spider in seiner Form überaus ähnlich war - noch umständlich ein Zeltdach zusammenstecken und mit einer Plane bedecken mussten.

Fiat 124 Spider als Ferrari für Otto Normalverbraucher

Unter der Motorhaube gab es zunächst einen 1,4 Liter großen Vierzylinder mit 90 PS, die mit dem knapp eine Tonne schweren Fiat 124 Spider keine allzu große Mühe hatten. Das Magazin "Auto, Motor und Sport" maß bei dem knapp 11.000 Mark teuren Sportcabriolet eine Höchstgeschwindigkeit von 169 km/h und eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 13,7 Sekunden. Später wuchs der Motor auf bis zu 1,8 Liter und 118 PS.

Es gab sogar eine richtig heiße Version

Noch weit schärfer waren der Fiat 124 Abarth Stradale mit 128 PS, die zwischen 1972 und 1974 entstanden. Sie verzichteten auf den zierlichen Chromschmuck und besaßen Motor- und Kofferraumhauben aus mattschwarzem Kunststoff sowie verbreiterte Kotflügel. Seine Höchstgeschwindigkeit betrug fast 200 km/h, die Beschleunigung aus dem Stand auf 100 Sachen vollzog sich in rasanten 8,5 Sekunden.

Ab 1974 nur noch für die USA

1974 endete der Verkauf des offenen Fiat 124 in Europa. Fiat produzierte den Spider nur noch für die USA. Ab 1982 verkaufte Pininfarina in Europa den Fiat 124 Spider in Eigenregie unter dem sinnigen Namen Pininfarina Spider, in den USA als Spider Azzura. Der Motor war auf zwei Liter Hubraum gewachsen und leistete mit elektronischer Benzineinspritzung 105 PS. Das Auto bereitet auch heute noch besonders bei schönem Wetter bemerkenswertes Fahrvergnügen.

Entspanntes Cruisen mit dem Pininfarina Spidereuropa

Mit geräumigem Innenraum, bequemen Sitzen, leichtgängiger Lenkung und bemerkenswert guter Federung eignet sich ein Pininfarina Spidereuropa gleichermaßen für längere Touren wie auch für einen entspannten Kurztrip auf kurvigen Bergstraßen. Auch in Innenstädten lässt er sich handlich um die Kurven zirkeln, wozu auch die gute Übersichtlichkeit der Karosserie beiträgt. Ebenso übersichtlich und rätselfrei präsentieren sich Bedienung und Instrumente.

Gute Fahrleistungen mit viel Dampf von unten

Auf die wahlweise lieferbare Automatik sollte der Käufer verzichten, der Ganghebel liegt gut zur Hand und lässt sich so leicht bedienen wie das ganze Auto. Das der Pininfarina Spidereuropa in nur rund zehn Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt und mit 175 km/h Höchstgeschwindigkeit auch ganz wacker rennt, ist bei einem Cabrio nebensächlich. Wichtiger ist, dass auch im unteren Drehzahlbereich steht dank des vergleichsweise üppigen Hubraums genug Dampf zur Verfügung steht.

Der stärkste und der letzte Fiat 124 Spider

Für PS-Fetischisten gab es auch eine Kompressor-Version unter der Bezeichnung Pininfarina Spidereuropa Volumex mit verbreiterten Kotflügeln und 135 PS. Im Jahr 1985 lief der letzte Pininfarina Spidereuropa vom Band. Insgesamt wurden von allen Fiat 124 Spider-Varianten fast 200.000 Stück gebaut. Top-Exemplare mit Kompressor erzielen heute Preise um die 30.000 Euro, frühe Chrom-Spider sind im perfekten Zustand bereits für weniger als die Hälfte davon zu haben.

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