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Mercedes rettete unfreiwillig Audi

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So schuf sich Mercedes seinen härtesten Konkurrenten

12.07.2013, 12:10 Uhr | Ole Dietkirchen/SP-X , driver.de

Mercedes rettete unfreiwillig Audi. Audi 100: Er wurde Konkurrent für Mercedes (Quelle: Hersteller)

Audi 100: Gefährlicher Mercedes-Konkurrent (Quelle: Hersteller)

Audi gilt heute als einer der Hauptrivalen von Mercedes. Dass Stuttgart am Aufstieg der Marke mit den vier Ringen nicht ganz unbeteiligt war, ist dagegen heute so gut wie unbekannt.

Die Auto-Union hatte zu Beginn der sechziger Jahre mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen, was vor allem an den veralteten Zweitakt-Motoren der DKW-Kleinwagen lag. Der Mehrheitsaktionär von DKW war Daimler-Benz. Die Stuttgarter schickten Ludwig Kraus (1911-1997) nach Ingolstadt. Kraus hatte sich bei Daimler-Benz nicht zuletzt durch die Mitarbeit am Silberpfeil-Rennwagen der fünfziger Jahre den Ruf eines versierten Technikers erworben.

Mercedes verkauft DKW an Volkswagen

Der Nachfolger DKW F102 für die Zweitakt-Modelle ist noch nicht serienreif, als Daimler-Benz die Aktienmehrheit von 51 Prozent an VW nach Wolfsburg verkauft. Kraus blieb im Ingolstadt, wo jetzt VW-Käfer-König Heinrich Nordhoff der Boss war. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis das Werk seine Eigenständigkeit komplett verlor und in den VW-Produktionsverbund eingegliedert wurde.

Audi auf die IAA

Nur ein einziges Modell ist der Auto Union noch geblieben: der gescheiterte Hoffnungsträger F102. Kraus entwickelt den Flop weiter. Das Auto, das im Herbst 1965 auf dem gemeinsamen IAA-Stand von VW und Mercedes-Benz debütiert, trägt schließlich den Namen Audi und die vier Ringe im Kühlergrill. Der Schriftzug Auto Union ist verschwunden.

Audi mit Typenbezeichnung von Mercedes

Noch kurz zuvor hatte der Kofferraumdeckel die Daimler-typische Modellbezeichnung 170S getragen. VW-Chef Nordhoff zog im letzten Moment die Notbremse und hätte am liebsten auch gleich die vier Ringe entsorgen lassen.

Audi 100: Von Kraus heimlich entwickelt

Der Name Audi ist zunächst nur als Modellbezeichnung gedacht. Kaum läuft die Produktion, lässt er mitteilen, dass neue Autos nur noch in Wolfsburg konstruiert werden sollen und deshalb die Entwicklungsabteilung in Ingolstadt leicht um rund 150 Mitarbeiter schrumpfen könne. Doch hinter Nordhoffs Rücken arbeitet Kraus bereits an einem gänzlich neuen Mittelklassewagen, dem Audi 100.

Audi schafft einen Konkurrenten für Mercedes

Es ist eben diese Limousine, die den Fortbestand der Marke sichert und gleichzeitig Audis erste Ambitionen erkennen lässt, nach Höherem zu streben. Die Presse sieht im Audi 100 nicht nur einen Wettbewerber zu den entsprechenden Opel- und Ford-Modellen, sondern auch einen preiswerten und sehr temperamentvollen Konkurrenten der neuen Mercedes-Strichacht-Reihe. Damit hatte Mercedes-Benz natürlich nicht gerechnet.

Audi rettet Auto Union

Für die Auto Union war der Audi die Rettung. Mit seinem nun hohen Renommee pokerte Kraus und schaffte es aus Wolfsburg Geld für eine eigene Entwicklungsabteilung in Ingolstadt zu erhalten: dem Kern der heutigen Marke Audi.

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