24.07.2013, 12:39 Uhr | t-online.de
Dieser Anblick dürfte selbst den erfahrensten Polizisten den Atem verschlagen. Ein 44-jähriger Polizeiobermeister stoppte am Sonntag in Sachsen ein "Cabrio der etwas anderen Art", wie die Polizei bekanntgab. Beim BMW handelte es sich um einen fahrenden Pool. Jetzt hat sich einer der Tüftler geäußert.
"Wir haben den 3er-BMW aus einer Sommerlaune mit zehn Mann umgebaut", sagte der Mann gegenüber "Bild.de". "Der Wagen hat weder TÜV noch ein Kennzeichen, nur der erste Gang funktioniert.“
Der Polizeibeamte war am 21. Juli 2013, gegen 14 Uhr, auf der Blauenthaler Hauptstraße in Sachsen mit seinem Polizeimotorrad unterwegs, als ihm das entgegenkommende Cabrio auffiel. Merkwürdig war nicht nur, dass sich an dem BMW keine Kennzeichen befanden. Der Fahrgastraum war innen poolblau gestrichen, wie die Polizei schreibt.
Neben dem Fahrer saßen noch zwei junge Männer im Fahrzeug, ein dritter saß auf der Kofferraumhaube, die Füße im "Pool." Der Beamte wendete und folgte dem BMW, der daraufhin sofort rechts auf einen Parkplatz abbog. Bei der Kurvenfahrt schwappte eine große Menge Wasser aus dem Pkw.
Dann stoppten der fahrende Pool und der Fahrer samt seiner drei Begleiter suchte das Weite. Sie flüchteten durch das Flussbett der Zwickauer Mulde, die zurzeit wenig Wasser führt. Doch am anderen Ufer blieben die Männer, die bis auf den Fahrer nur mit Badeshorts bekleidet waren, stehen und beobachteten den Polizisten.
Der sah sich den Wagen näher an, der im Fahrgastraum komplett abgedichtet, mit Poolfarbe gestrichen und mit Wasser gefüllt war. Da der Beamte noch allein vor Ort war, die Situation durch Schaulustige immer unübersichtlicher wurde und er nicht ausschließen konnte, dass die vier Männer sich den Pkw zurückholen und die Fahrt fortsetzen wollen, ließ er die Luft aus den Reifen und durchtrennte im Motorraum das Zündkabel.
Der Fahrer kam allerdings später zum Wagen zurück. Der 27-Jährige, der laut Polizei augenscheinlich alkoholisiert war, erklärte allerdings, nicht gefahren zu sein. Nun ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Trunkenheit im Verkehr und dem Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, da der BMW nicht zugelassen war.
Immerhin haben die verantwortlichen ihr Fehlverhalten eingesehen: Die Tour war eine blöde Idee, es war unsere erste Fahrt auf einer Straße, wir wollten nur ein wenig Spaß", sagte einer der Mitfahrer "Bild.de".
24.07.2013, 12:39 Uhr | t-online.de
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