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Seat 600: Vor 40 Jahren rollte der letzte spanische Fiat-600-Klon vom Band

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Vor 40 Jahren rollte der letzte spanische Fiat-600-Klon vom Band

06.08.2013, 19:08 Uhr | ld, mid

Seat 600: Vor 40 Jahren rollte der letzte spanische Fiat-600-Klon vom Band. Seat 600: Vor 40 Jahren rollte der letzte spanische Fiat-600-Klon vom Band (Quelle: Hersteller)

Seat 600: Vor 40 Jahren rollte der letzte spanische Fiat-600-Klon vom Band (Quelle: Hersteller)

Er war für Spanien so etwas wie der Käfer für Deutschland: Der Seat 600 mobilisierte die Massen auf der iberischen Halbinsel. 1957 begann die 16 Jahre andauernde Produktion in der Zona Franca bei Barcelona und vor ziemlich exakt 40 Jahren endete sie nach 800.000 gefertigten Exemplaren ebendort.

Noch 1970 war in Spanien jedes vierte Auto ein Seat 600. Der Lizenzbau des Fiat 600 sorgte ab 1957 in einem vom Bürgerkrieg zermürbten Land für den Beginn der individuellen Mobilität und ein Stück Freiheit während der Franco-Diktatur. Das Auto gehörte in den 60er- und 70er Jahren in Spanien zum Alltagsleben wie der VW Käfer in Deutschland.

Seat-600-Hubraum: Von 633 bis 767 Kubikzentimeter

Der 3,30 Meter lange Seat 600 wog rund 600 Kilogramm. Er leistete zunächst 18 PS mit vier Zylindern aus 633 Kubikzentimetern Hubraum und kostete erschwingliche 63.000 Peseten. Bis zu 90 km/h erreichte das rundum mit Trommelbremsen ausgerüstete Wägelchen. Hubraum und Leistung nahmen im Laufe der Zeit zu: Zuletzt bot er aus 767 Kubik 28 PS, die 115 km/h Höchstgeschwindigkeit erlaubten.

Bis 1970 hatte der Seat 600 hinten angeschlagene Türen

Bis zu fünf Personen fanden in dem Auto ordnungsgemäß Platz, in der spanischen Praxis konnten es aber durchaus auch mehr Mitfahrer sein. Der Gepäckraum war allerdings auf minimalistische knapp 70 Liter begrenzt. Erst ab 1970 hatten die nach vorn öffnenden Selbstmördertüren ausgedient.

Seat 800: Fünf Jahre lang gebauter Viertürer auf 600-Basis

Als viertürige Variante rollte zwischen 1963 und 1968 dann auch der Seat 800 vom Band. Als Nachfolger des 600er baute Seat ab 1974 zunächst den "133", der auf dem Fiat 126 basierte, und ließ die ebenfalls auf Fiat-Schwestermodellen basierenden Panda und Marbella folgen.

1982: Seat schließt Abkommen mit Volkswagen

Ab 1982 begann dann das Produktions- und Wirtschaftsabkommen zwischen Seat und Volkswagen, und bis Juni 1986 haben die Deutschen 51 Prozent von Seat übernommen, und bis zum Ende des Jahres gar 75 Prozent. Vier Jahre später hält VW fast 100 Prozent, aber Seat darf die Panda-Plattform weiter nutzen.

Ab 1997: 25.000 Seat Arosa aus Wolfsburg

Bei den Kleinwagen lässt Seat 1997 ein Jahr vor dem Original des auf den VW-Lupo-basierten Arosa folgen, von dem die ersten rund 25.000 in Wolfsburg und alle weiteren bis 2004 in Martorell/Spanien gebaut werden. Aktuell ist Seat seit dem Frühjahr 2012 mit dem Mii im Kleinstwagensegment erfolgreich.

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