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EU-Parlament beschließt Obergrenze für CO2-Ausstoß ab 2021

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Schärfere Klimaauflagen  

Obergrenze für CO2-Ausstoß festgelegt

25.02.2014, 15:56 Uhr | dpa

EU-Parlament beschließt Obergrenze für CO2-Ausstoß ab 2021. Ab 2021 gilt ein Durchschnittswert von 95 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer für alle europäischen Neu-Pkw. (Quelle: Julian Stratenschulte/ dpa )

Ab 2021 gilt ein Durchschnittswert von 95 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer für alle europäischen Neu-Pkw. (Quelle: Julian Stratenschulte/ dpa )

Die Autobranche muss in der EU ab 2020 schärfere Klimaauflagen für Neuwagen einhalten - sie bekommt auf massiven Druck aus Deutschland aber mehr Zeit bei der Umsetzung. Das EU-Parlament hat nun formal den bereits im November vergangenen Jahres ausgehandelten Kompromiss für die weitere Begrenzung des CO2-Ausstoßes von Neuwagen in der EU beschlossen.

Einigung für CO2-Obergrenze gefunden

Die Einigung sieht eine Obergrenze für den zulässigen CO2-Ausstoß von Neuwagen vor. Ab 2021 gilt ein Durchschnittswert von 95 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer für alle europäischen Neu-Pkw. 2020 müssen bereits 95 Prozent der neuen Autos den Wert im Schnitt halten. Für jeden Hersteller gelten dabei eigene Vorgaben. Bereits heute gibt es solche Zielwerte, sie werden aber nach und nach verschärft.

Erleichterungen sind für Hersteller von Elektroautos und anderen schadstoffarmen Fahrzeugen vorgesehen. Solche Wagen können sich die Autobauer zwischen 2020 und 2022 gleich mehrfach für ihre Klimabilanz anrechnen lassen - allerdings nur begrenzt. Dies soll Investitionen in klimafreundliche Antriebe beflügeln.

Autobauer haben ein Jahr länger Zeit

Mit der jetzt erzielten Einigung mildert die EU einen schon im Sommer ausgehandelten Kompromiss ab. Deutschland hatte den damaligen Vorschlag nicht absegnen wollen. Die Autobauer bekommen nun mehr Zeit, die neuen Klimavorgaben einzuhalten. So greift das ursprünglich für 2020 angepeilte CO2-Ziel erst 2021 in vollem Umfang. Und auch beim Einsatz der Boni für schadstoffarme Wagen hat die Wirtschaft mehr Freiheit im Zeitraum 2020 bis 2022. Wenn sie also die strengeren Vorgaben erst später erfüllt, kann sie dies zum Teil durch mehr Elektroautos ausgleichen.

Dem VDA ist die Förderung alternativer Antriebe aber weiterhin zu zögerlich: "Hier hätten mehr Impulse gesetzt werden können." Die Regelung sei zwar durchaus ehrgeizig, meint der Verband. "Dennoch verlangt die europäische CO2-Regulierung den Herstellern und Zulieferern in den kommenden Jahren enorme Anstrengungen ab, um den weltweit schärfsten CO2-Grenzwert zu erreichen." Ein Ziel von 95 Gramm CO2 pro Kilometer entspreche einem Spritverbrauch von weniger als vier Litern auf 100 Kilometern.

Umweltschützer sprechen von "theatralischem Jammern"

Umweltschützer hielten dagegen. Die Änderungen der ursprünglichen Pläne bekämen die Autofahrer immer noch an der Zapfsäule zu spüren, erklärte die Umweltorganisation Transport & Environment (T&E). Über die Lebensspanne eines Wagens werde der Kompromiss Sprit-Mehrkosten von 775 Euro nach sich ziehen, rechnete die Organisation vor. Von "theatralischem Jammern der deutschen Autolobby" sprach Greenpeace. "Dabei wissen wir seit Jahren, wie unbegründet ihr Wehklagen ist. Die verschärften Grenzwerte aus dem Jahr 2007 haben die deutschen Edelhersteller prächtig überstanden. Ob BMW oder Daimler, Audi oder Porsche: Alle haben sie in den vergangenen Jahren Rekordgewinne eingefahren."

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