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Verkehrsrecht: Bis zu jede zehnte Tempomessung angeblich falsch

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Blitzeranlagen  

Bis zu jede zehnte Tempomessung falsch

05.12.2013, 12:56 Uhr | t-online.de

Verkehrsrecht: Bis zu jede zehnte Tempomessung angeblich falsch. Viele Radaranlagen blitzen Autofahrer zu Unrecht. (Quelle: dpa)

Viele Radaranlagen blitzen Autofahrer zu Unrecht. (Quelle: dpa)

Viele Radarmessungen sind fehlerhaft. Das kostet die zu Unrecht belangten Autofahrer viel Geld und Nerven. "Bis zu zehn Prozent aller Geschwindigkeitsmessungen haben Fehler, die zum Teil auch die Messwertergebnisse selbst betreffen", sagt der Verkehrs-Sachverständige Roland Bladt der "Auto-Bild".

"Massive Hinweise auf unklare Messergebnisse"

Etwa 300 Gutachten erstellt Bladt pro Jahr im Auftrag von Gerichten. In der neuesten Ausgabe der Zeitschrift äußern sich auch andere Experten zu den Fehlern bei Radarmessungen. Hans-Peter Grün, ebenfalls Sachverständiger, sind bei Blitzern auf den deutschen Straßen "massive Hinweise auf unklare Messergebnisse aufgefallen".

Aufgrund falsch aufgebauter Geräte, ungeeigneter Messstellen und fehlerhafter Auswertungen würden täglich unberechtigte Bußgeldbescheide verschickt.


Hersteller halten Funktionsweise der Geräte geheim

Dabei ist es für die Gutachter alles andere als einfach, verdächtige Messungen zu überprüfen. Der Grund: Hersteller von Blitzanlagen halten die Berechnungsgrundlagen und Funktionsweisen ihrer Geräte geheim. "Wir Sachverständigen wissen bei keinem System, wie der jeweilige Messalgorithmus arbeitet", so Bladt.

Sachverständige können Messungen nicht nachvollziehen

Doch das kann sich auch zugunsten der Autofahrer bei einem Einspruch gegen ein Knöllchen auswirken: Denn ohne die Kenntnis der genauen Funktionsweise können auch von einem Gericht hinzugezogene Sachverständige die Messungen nicht nachvollziehen.

Nur der Anwalt hat Akteneinsicht

Und das hat in den vergangenen Jahren mehrfach zu Verfahrenseinstellungen oder Freisprüchen geführt. Grundsätzlich empfiehlt daher die "Auto-Bild" Autofahrern die sich Unrecht geblitzt fühlen, einen Anwalt zu nehmen. Nur der Advokat hat Akteneinsicht und hat so die Möglichkeit, Beweisfotos und Messprotokolle einzusehen.

Hohe Bußgelder

Sollte der Anwalt Fehler entdecken, kann er gegen die Bescheide Einspruch erheben. So bleiben dem Fahrer im Erfolgsfall teure Bußgelder erspart, die bei Tempoverstößen in den vergangenen Jahren stak zugenommen haben. Das gilt auch für die Punkte, die das Verkehrssünderkonto in Flensburg belasten.

Fahrverbote verhindern

Vor allem aber können die Betroffenen Fahrverboten verhindern, die je nach Geschwindigkeitsübertretung, von den Behörden verhängt werden. Je nach Tempoverstoß sind bis heutzutage bis zu drei Monate Fahrverbot drin.

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