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ADAC-Manipulationen erzürnen Mitglieder: Viele wollen austreten

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Manipulierter "Gelber Engel"  

Das sagen die Nutzer der t-online.de zur ADAC-Panne

20.01.2014, 11:27 Uhr | t-online.de

ADAC-Manipulationen erzürnen Mitglieder: Viele wollen austreten. ADAC verliert massiv an Vertrauen (Quelle: imago/Horst Galuschka)

ADAC verliert massiv an Vertrauen (Quelle: Horst Galuschka/imago)

Die Manipulationen beim ADAC-Autopreis "Gelber Engel" werden auch bei den Nutzern der t-online.de heiß diskutiert: In vielen Kommentaren wird der Vertrauensverlust thematisiert, ADAC-Mitglieder wollen austreten und fordern weitere Untersuchungen.

ADAC-Manipulationen: Viele wollen austreten

So fordert "Reisepapst": "Kurz und bündig: Austreten." Auch Kommentator "Wilde-Hilde" sieht das so: "Da sieht man's mal wieder: glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Wäre ja mal interessant, ob da auch entsprechende Gelder geflossen sind. Klarer Fall für mich, austreten aus dem Verein!"

Andere haben dies anscheinend schon in die Tat umgesetzt, so schreibt Frank Lodes auf Facebook: "Zum Glück gekündigt! Das mit der Maut und der Beitragserhöhung war schon zu viel - und jetzt das. Ohne mich, ciao!"

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Vertrauensverlust und weitere Vorwürfe

"HaPe KoCh" schreibt auf Facebook: "Der ADAC - so habe ich das Gefühl - entfernt sich immer mehr von seinen Mitgliedern und Prinzipien. Weil er die Interessen seiner Mitglieder - außer der vorbildlichen Pannenhilfe - nicht mehr ausreichend wahrnimmt und kennt und die Mitglieder nicht mehr vor der Willkür schützt."

"Robert von Opel" geht noch weiter: "Erst Auto Bild, dann Auto Motor und Sport und jetzt der ADAC. VW kauft sich einfach die ersten Plätze!" Hinter den vervielfachten Zahlen zur Wahl des Lieblingsautos werden nun auch Verschwörungen gewittert, die auf breite Kreise in der Autoindustrie zielen.

Auch VW möchte Aufklärung

Volkswagen, Gewinner der Wahl des Lieblingsautos, hat sich auch zu Wort gemeldet und erwartet eine vollständige Aufklärung vom Automobilclub. "Wir müssen denen natürlich auch eine Chance geben, die Sache aufzuklären", sagte ein Sprecher des Wolfsburger Konzerns. Erst dann werde entschieden, wie weiter vorzugehen ist. "Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass der Golf das Lieblingsauto der Deutschen ist."

Leise Stimmen sind momentan rar

Nur wenige Stimmen versuchen, die aufgeheizte Stimmung zu beruhigen. Leo99 steht mit seiner Meinung bei den T-Online Usern ziemlich allein da: "Also, jetzt übertreiben wir mal bitte nicht und werden wir nicht gar scheinheilig. (...) Dass der ADAC die Beteiligungszahlen "extrapoliert" hatte, ist sicher nicht in Ordnung. Aber von Manipulation würde ich erst dann sprechen, wenn der Prozentsatz verfälscht worden wäre. Und davon ist - zumindest bislang - nicht die Rede. Also empfehle ich, erst mal die Kirche im Dorf zu lassen und über den ADAC nicht gleich den Stab zu brechen."

ADAC wird nun zum Gespött im Internet

Auf Twitter sind indessen auch witzige Einwürfe zum Thema ADAC zu lesen. So fragt "Schebacca": "Welchen Pannenservice ruft der #ADAC jetzt eigentlich an?" Und ein anderer User behauptet, das "echte" Auto des Jahres zu kennen - es sei die letzten Jahre über der Trabant gewesen.

Währenddessen hat Peter Grillen eine beruhigende Nachricht: "+EIL+ Die drei ADAC-Mitglieder, deren Lieblingsauto der VW Golf ist, wurden gefunden. Sie sind wohlauf und wollen jetzt ersteinmal nach Hause."

Dudenhöffer: "Es gibt keine Kontrolle beim ADAC"

Wie geht es nun weiter mit dem ADAC? Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer hält den ADAC mit seiner derzeitigen Organisationsstruktur für gescheitert. "Es gibt keine Kontrolle beim ADAC. Man schottet sich ab", sagte Dudenhöffer am Montag im Bayerischen Rundfunk und warf dem Verein Arroganz und Selbstherrlichkeit vor. "Offensichtlich ist das System ein Nährboden dafür, dass sich Dinge entwickeln, die sich in Unternehmen nicht entwickeln dürfen."

ADAC sollte sich aufspalten

Kosmetische Änderungen genügten nicht mehr, der ADAC brauche "eine völlig neue Struktur". Sonst werde er seine Glaubwürdigkeit verlieren. Nach Ansicht des Experten, der Professor an der Universität Duisburg-Essen ist, sollte der ADAC in einen Pannenservice und ein Wirtschaftsunternehmen aufgeteilt werden. Denn es gebe Verflechtungen, die mit der Unabhängigkeit von einer Testorganisation nichts zu tun hätten.

ADAC-Mitglieder sehen den Pannendienst weiter positiv

In diese Richtung tendieren inzwischen auch viele Nutzer von T-Online: Sie sind mit dem Pannendienst des ADAC vollkommen zufrieden und können die Aufregung um die Manipulationsvorwürfe nicht nachvollziehen. So auch "ninchen": "Mehrmals haben wir schon die Hilfe vom ADAC in Anspruch genommen, auch im Ausland. Immer konnten wir uns auf diese verlassen. Warum austreten?? Nur weil die Zahlen bei einer Wahl, die ich nicht mal mitbekommen habe, geschönt wurden. Dies ist mir nicht so wichtig, wie die Hilfe, die ich bekomme, wenn ich sie brauche. Bleibt doch mal auf dem Teppich...!!!" User "Heinz3" bringt es auf den Punkt: "Bin mit dem Pannendienst sehr zufrieden, aber den Rest kann man getrost vergessen!"

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