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ADAC beim "Gelben Engel" noch mehr geschummelt? Fast immer siegt VW

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ADAC Gelber Engel  

Hat der ADAC noch mehr geschummelt?

21.01.2014, 13:16 Uhr | Patrick Schäfer, dpa, t-online.de

ADAC beim "Gelben Engel" noch mehr geschummelt? Fast immer siegt VW. VW Golf - "Lieblingsauto der Deutschen" 2014 (Quelle: Hersteller)

VW Golf - "Lieblingsauto der Deutschen" 2014 (Quelle: Hersteller)

Seit 2005 verleiht der ADAC den nun in Misskredit geratenen Preis "Gelber Engel" in verschiedenen Kategorien - unter anderem können die Mitglieder des Clubs das "Lieblingsauto der Deutschen" wählen. Bei einer objektiven Betrachtung der Siegerautos der vergangenen Jahre kommen nicht nur bei den Teilnehmerzahlen Zweifel auf.

So funktioniert die Wahl zum "Lieblingsauto"

Die ADAC Motorwelt stellt in ihrem Magazin sowie im Internet Fahrzeuge aus allen Klassen vor. Diese wurden anhand der Daten des eigenen ADAC Kundenbarometers zusammengestellt. Fast 19 Millionen Mitglieder können dann ihr Lieblingsauto wählen - sei es ein Kleinwagen, ein Sportwagen oder eine Oberklasse-Limousine.

Statistiken frisiert

Statt der übermittelten Quoten von mehreren Hundertausend Teilnehmern haben aber wohl nicht nur dieses Jahr lediglich ein Bruchteil der Mitglieder an der Wahl teilgenommen. Die vom ADAC herausgegebenen Zahlen sehen Sie in unserer Foto-Show. Der ADAC hat zwar angekündigt, auch die vergangenen Wahlen überprüfen zu wollen - doch laut der "Süddeutschen Zeitung" wird das schwierig bis unmöglich. So sollen einige Statistiken "angeblich unmittelbar nach der jeweiligen Preisverleihung vernichtet" worden sein. Mehr noch: "Auf Nachfrage soll Michael Ramstetter eingeräumt haben, die veröffentlichten Zahlen bei der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen auch in anderen Jahren weitgehend frei erfunden zu haben."

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Immer gewinnen die Deutschen

Auffällig bei der Wahl des "Lieblingsautos" ist die Präsenz deutscher Autos. Nicht ein einziges Mal konnte sich in den vergangenen Jahren ein ausländisches Fabrikat durchsetzen - Zufall oder steckt hier doch noch mehr dahinter? Von den neun Preisträgern kommen sechs Modelle außerdem aus einem Konzern - der VW-Gruppe. Lediglich in anderen Kategorien hatten Export-Autos eine Chance auf einen Titel.

Wo kann man dem ADAC noch trauen?

Viele Experten fordern nun, auch andere Statistiken des Clubs zu untersuchen. Denn wenn schon bei einer inflationären Fragestellung wie nach dem Auto des Jahres geschummelt wird, liegen weitere Verdachtsmomente nahe. So meint Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer: "Wenn sie beim Gelben Engel lügen, könne man das auch für die anderen Bereiche nicht ausschließen". Er befürwortet eine Spaltung des Clubs in einen Pannendienst und in ein Wirtschaftsunternehmen. Das liegt nahe, versucht doch der ADAC-Präsident nun, die Verflechtungen innerhalb des ADAC zu seinen Gunsten auszulegen. Ein Generalverdacht gegen den gesamten ADAC sei vor allem unfair gegenüber den tausenden Mitarbeitern, die jeden Tag mit größtem Engagement im Einsatz wären - so Peter Meyer in der "Bild-Zeitung". Damit spielt er vor allem auf die "Gelben Engel" im Straßeneinsatz an, die mit der mächtigen Lobby-Organisation nichts zu tun haben.

VW verzichtet auf Werbung mit dem "Gelben Engel"

Volkswagen will vorerst auf Werbung mit der Auszeichnung verzichten. Voraussetzung für weitere Entscheidungen sei eine lückenlose Aufklärung der Umstände innerhalb des Automobilclubs, sagte ein VW-Sprecher am Dienstag auf Anfrage. "Anhand dieser Ergebnisse werden wir weiter entscheiden, wie wir weiter mit dem Preis umgehen." Bis dahin gelte: "Wir werden nicht mit dem Gelben Engel werben." Zunächst hatte die "Süddeutsche Zeitung" über diese Absicht von VW berichtet.

Andere Kategorien beim "Gelben Engel"

Beim "Gelben Engel" stehen außerdem noch folgende Kategorien zur Wahl: Familien- und Stadtauto, Reiselimousine, Ecoauto, Qualität, beste Marke, Innovation und Umwelt oder die Persönlichkeit des Jahres. Diese Preise werden vom ADAC anhand eigener Statistiken wie etwa dem AutoMarxX ermittelt und vergeben und nicht durch eine Mitgliederwahl bestimmt.

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