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Fahrgemeinschaften: So ist die Reisegruppe auf der sicheren Seite

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Fahrgemeinschaften  

So ist die Reisegruppe auf der sicheren Seite

23.01.2014, 12:56 Uhr | Hanne Lübbehüsen, SP-X

Fahrgemeinschaften: So ist die Reisegruppe auf der sicheren Seite. Fahrgemeinschaften: So ist die Reisegruppe auf der sicheren Seite (Quelle: D.A.S.)

Fahrgemeinschaften: So ist die Reisegruppe auf der sicheren Seite (Quelle: D.A.S.)

Fahrgemeinschaften sind umweltfreundlich und schon seit vielen Jahren beliebt bei preissensiblen Reisenden. Doch so einfach die Organisation ein bunt zusammengewürfelten Reisegruppe auch ist, gilt es ein paar - nicht ganz unwichtige - rechtliche Details zu beachten.

Jeder Zweite war schon Teil einer Fahrgemeinschaft

Mitfahr-Portale erfreuen sich großen Zulaufs und auch für Pendler ist die Fahrgemeinschaft eine reizvolle Alternative zu öffentlichem Nahverkehr und eigenem Auto. Es ist bequem, spart Kosten und schont auch die Umwelt. Nach einer repräsentativen Umfrage der Ergo-Versicherung hat fast die Hälfte der 16- bis 70-Jährigen bereits eine Fahrgemeinschaft genutzt. Rechtlich sind sowohl Fahrer und Insassen grundsätzlich auf der sicheren Seite.

Regress-Ansprüche bei grober Fahrlässigkeit

Denn in der Regel sind mitfahrende Personen bei einem Verkehrsunfall über die Kfz-Haftpflichtversicherung geschützt. Allerdings gibt es auch Fälle, in denen der Fahrer oder Halter des Autos mit seinem Privatvermögen haften muss. Bei einem grob fahrlässig verursachten Unfall, etwa einer Trunkenheitsfahrt, kann er von der Versicherung in Regress genommen werden.

Tipp: Haftungsbeschränkungserklärung

Zahlen muss der Fahrer auch bei einer nicht ausreichenden Deckungssumme. Die DAS-Rechtsschutzversicherung empfiehlt deshalb eine so genannte Haftungsbeschränkungserklärung abzuschließen, in der alle Teilnehmer eine Fahrgemeinschaft vereinbaren, dass der Fahrer nicht persönlich für Kosten aufkommen muss, die nicht von der Versicherung abgedeckt sind.

Abgesichert: Fahrgemeinschaften von und zur Arbeit

Der Weg zur Arbeit und von dort wieder nach Hause wird allerdings besonders behandelt. Ein Unfall auf dieser Strecke gilt als Wegeunfall, die Insassen einer Fahrgemeinschaft sind durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt - vorausgesetzt sie sind keinen Umweg gefahren. Behandlungskosten und Verletztengeld werden gezahlt, unter Umständen auch eine Rente für die betroffenen Mitfahrer. Einen solchen Unfall sollte man nicht nur der Kfz-Haftpflicht, sondern auch dem Arbeitgeber melden. Der informiert die zuständige Berufsgenossenschaft.

Fahrer muss sich an den Fahrtkosten beteiligen

Werden die Kosten der Fahrt unter den Insassen aufgeteilt, muss auch der Fahrer seinen Anteil übernehmen. Er darf nicht an den Beiträgen seiner Mitfahrer verdienen. Ansonsten gilt der Transport als gewerbliche Mitnahme, warnt die DAS. Das würde eine Gewerbeanmeldung, entsprechende Steuern und eventuell sogar einen Personenbeförderungsschein erfordern. Zudem entfällt bei einer gewerblichen Mitnahme der Schutz der Kfz-Haftpflicht.

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