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ADAC kündigt erste Änderungen an

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Reaktion auf Skandale  

ADAC zieht erste Konsequenzen

25.01.2014, 15:44 Uhr | dpa

ADAC kündigt erste Änderungen an. Nach den Skandalen der letzten Tagen kündigt der ADAC-Vorsitz erste Konsequenzen an.  (Quelle: dpa)

Nach den Skandalen der letzten Tagen kündigt der ADAC-Vorsitz erste Konsequenzen an. (Quelle: dpa)

Der skandalgeschüttelte ADAC will sich nach den Worten seines Präsidenten Peter Meyer künftig wieder mehr den Kernkompetenzen des Automobilclubs zuwenden und damit dessen beschädigtes Image aufpolieren. "Was sind unsere Stärken? Die wollen wir sauber und ordentlich für das Mitglied einsetzen. Sperenzchen lassen wir jetzt grundsätzlich bleiben", sagte Meyer der "Automobilwoche".

Künftig wolle der Club bei jedem Test und jedem Index prüfen, ob dieser zum Markenkern gehöre. "Wenn er nur eine Pressemitteilung wert ist, lassen wir ihn weg."

Mitglieder sollen mehr einbezogen werden

Auch bei politischen Diskussionen wolle der ADAC künftig vorsichtiger agieren, kündigte Meyer an. Wenn der Club zu politischen Fragen Position beziehe, sollten zunächst die Mitglieder durch ein anerkanntes Institut befragt werden. "Das Ergebnis dieser Umfrage, zertifiziert und bestätigt - das ist dann die Position des ADAC, weil sie eine Mehrheitsposition ist", betonte Meyer. Die föderale Struktur des ADAC mit seinen Regionalclubs werde auf jeden Fall beibehalten.

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Skandale um "Gelber Engel", Vereinsstatus und Heli-Nutzung

Der ADAC wird seit Tagen von einem Skandal erschüttert: Manipulationen beim Autopreis "Gelber Engel" hat der Club eingestanden. Umstritten ist auch die Nutzung von Rettungshubschraubern durch das ADAC-Präsidium. Außerdem prüft das Münchner Amtsgericht den Vereinsstatus des ADAC. 

Forderung nach Transparenz

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) forderte unterdessen "totale Transparenz" von dem Autoclub. "Alle Karten müssen auf den Tisch", sagte er dem "Focus". Zudem brauche der ADAC "mehr wirksame, allerdings unabhängige Kontrollen". Der ADAC sei eine mächtige Institution, bei der sich offenbar "eine Tendenz zur Abgehobenheit und vielleicht sogar zur Selbstüberhöhung eingeschlichen" habe. Der ADAC müsse sich eine neue Struktur geben. 

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte der "Bild am Sonntag", der ADAC habe sich mit der Affäre selbst schwer geschadet: "Verantwortung, Kontrolle und Transparenz müssen jetzt die Stichworte sein." Schäuble ist selbst ADAC-Mitglied. 

Politischer Druck kommt auch von der SPD. Ihr finanzpolitischer Sprecher Lothar Binding forderte die Steuerverwaltungen von Bund und Ländern auf, die Besteuerung des Vereins zu überprüfen. "Das System des ADAC", sagte Binding dem "Tagesspiegel", "muss genauer unter die Lupe genommen werden." Dabei geht es um die Aufteilung der Besteuerung der Mitgliedsbeiträge des ADAC. 

Ärger bei den Krankenkassen

Der Vorsitzende des Bundestags-Gesundheitsausschusses, Edgar Franke (SPD), sagte der "Bild"-Zeitung vom Samstag, es könne "nicht sein, dass millionenteure, mit öffentlichen Kassenmitteln finanzierte Fluggeräte privat zweckentfremdet werden." Eine Sprecherin des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) sagte de Zeitung: "Wir zahlen dafür, dass kranke Menschen transportiert werden." Die Barmer GEK, die ebenfalls Kosten an den ADAC erstattet, will im Zweifel bereits gezahlte Gelder zurückfordern. 

Partner wollen den ADAC treu bleiben

Wichtige Partner wie Kfz-Handwerk, Reiseveranstalter und Versicherer wollen einem Bericht zufolge auch weiterhin mit dem Club zusammenarbeiten. "Der ADAC wird sich von der Affäre rasch erholen und für uns auch weiterhin ein sehr wichtiger Partner sein", sagte Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZdK) der "WirtschaftsWoche". Auch Michael Frese, Geschäftsführer der DER Touristik, bekräftigte die Zusammenarbeit mit dem ADAC. 

Der ADAC wird seit Tagen von einem Skandal erschüttert: Manipulationen beim Autopreis "Gelber Engel" hat der Club eingestanden. Umstritten ist auch die Nutzung von Rettungshubschraubern durch das ADAC-Präsidium. Gleichzeitig prüft das Münchner Amtsgericht, ob der ADAC mit seinen rund 19 Millionen Mitgliedern künftig noch den Status eines Vereins haben darf. 

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