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ADAC: Neue Vorwürfe gegen ADAC-Präsident Peter Meyer

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Privat-Flug im Rettungs-Heli?  

Neue Vorwürfe gegen ADAC-Präsident Peter Meyer

28.01.2014, 16:52 Uhr | dpa, t-online.de

ADAC: Neue Vorwürfe gegen ADAC-Präsident Peter Meyer. ADAC-Präsident Peter Meyer (Quelle: dpa)

ADAC-Präsident Peter Meyer (Quelle: dpa)

Der ADAC steht weiter unter Druck. Einem Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" zufolge ist Club-Präsident Peter Meyer mit einem ADAC-Hubschrauber nicht nur zu dienstlichen Terminen, sondern auch von einem Geschäftstermin nach Hause geflogen. Zudem will sich nun auch das Ministerium für Verbraucherschutz einschalten.

ADAC: Kein Umweg genommen

Ein ADAC-Sprecher in München betonte, der Flug am 27. Juni 2003 sei nicht extra für Meyer disponiert worden: Der Hubschrauber sei ohnehin auf dem Rückweg zu seinem Standort in Bonn gewesen. "Herr Meyer ist auf diesem Weg in Essen ausgestiegen. Es ist kein Umweg gewesen."

Der Umweg habe im widrigsten Fall bei 50 Kilometern gelegen. Was genau der Flug damit möglicherweise mehr kostete, blieb unklar. Aber: "Reisekosten wären sowieso entstanden." Diese hätten wohl kaum nicht niedriger gelegen als die möglichen Mehrkosten des Fluges.

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Meyer war auf Terminen in Hamburg und Wolfsburg

Ob Meyer in Essen auch dienstlich zu tun hatte oder nach Hause wollte, blieb zunächst offen. Meyer hat an seinem Wohnsitz auch ein eigenes Büro. Der Hubschrauber hatte Meyer zuvor laut ADAC von einem Diensttermin in Hamburg zu einem anderen dienstlichen Termin in Wolfsburg gebracht.

Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass der ADAC-Präsident Rettungshubschrauber für dienstliche Termine genutzt hatte. Der Autoclub wies die Kritik an diesem Vorgehen zurück, da Präsidiumsmitglieder als offizielle Organe dazu berechtigt seien, auf Reservemaschinen der Luftrettung zurückzugreifen.

Peter Meyer weiter unter Druck

Die "Heli-Affäre" sorgte trotzdem für Schlagzeilen, einen auch von Seiten der Politik geforderten Rücktritt lehnte ADAC-Präsident Meyer jedoch ab. Unter anderem wegen der Hubschrauberflüge hat die Münchner Staatsanwaltschaft eine Vorprüfung eingeleitet. "Wir prüfen den Sachverhalt, haben aber nach wie vor kein Ermittlungsverfahren eingeleitet", sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde am Dienstag.

Bundesverbraucherministerium will sich einschalten

Nun meldet sich auch das Bundesverbraucherministerium zu Wort. Das Ministerium werde mit dem ADAC über deren Qualitätskontrollen und die Unabhängigkeit von Vergleichen und Zertifikaten sprechen, sagte der für den Verbraucherschutz zuständige Staatssekretär Ulrich Kelber (SPD) der "Welt". Auch mit anderen Organisationen wie etwa dem TÜV sollten Gespräche geführt werden. "Es ist dringend nötig, dass das Vertrauen der Verbraucher auch in Testergebnisse und Zertifikate nicht-staatlicher Organisationen und Firmen hoch bleibt."

Zudem prüft das Münchner Amtsgericht, ob der ADAC mit seinen rund 19 Millionen Mitgliedern künftig noch den Status eines Vereins haben darf. Der ADAC steht seit fast zwei Wochen in der Kritik, nachdem Manipulationen beim Autopreis "Gelber Engel" bekannt wurden.

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