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ADAC: Erste außerordentliche Hauptversammlung seit 66 Jahren

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Erste außerordentliche Hauptversammlung seit 66 Jahren

29.01.2014, 14:16 Uhr | AFP

ADAC: Erste außerordentliche Hauptversammlung seit 66 Jahren. ADAC-Präsident Peter Meyer (Quelle: dpa)

ADAC-Präsident Peter Meyer (Quelle: dpa)

Der in der Dauerkritik stehende ADAC will zum ersten Mal seit 66 Jahren eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen. Dies kündigte ADAC-Präsident Peter Meyer im Anschluss an eine Besprechung des Präsidiums des Automobilclubs an.

Letzte Sonderversammlung war 1948

Der ADAC wolle einen Reformprozess einleiten, der "vorbehaltlos" die Struktur und Abläufe der Organisation auf den Prüfstand stelle, erklärte Meyer. Laut ADAC gab es in dem mit rund 19 Millionen Mitgliedern größten Verein Deutschlands zuletzt 1948 eine außerordentliche Hauptversammlung.

Meyer erklärte zur Begründung des ungewöhnlichen Schritts, "wir sind von den aktuellen Ereignissen tief betroffen und überzeugt, dass nur ein umfassendes Maßnahmenpaket die Glaubwürdigkeit des ADAC wieder herstellen kann". Einen Termin nannte der Club zunächst nicht.

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ADAC-Präsident spricht von "grundlegenden Reformen"

Laut Meyer soll eine "grundlegende Reform" auf den Weg gebracht werden, um aktuelle Schwachstellen zu beheben. Diese umfasse eine Überprüfung der Führungsgremien, der Vereinsstruktur und wirtschaftlichen Aktivitäten, eine wesentliche Verbesserung der Transparenz und deutlich stärkere Einbindung der Mitglieder. Der Reformprozess solle von unabhängigen, externen Experten begleitet werden.

Bundesverbraucherminister Heiko Maas (SPD) sprach von einem "notwendigen ersten Schritt" zur Rückgewinnung verlorenen Vertrauens. "Verbraucher müssen sich darauf verlassen können, dass Produkttests und Umfragen nicht manipuliert werden", sagte Maas am Mittwoch. Standards für Tests und Umfragen sollten offengelegt und zumindest ein Vier-Augen-Prinzip eingehalten werden. Darüber hinaus "werden wir auch mit dem ADAC reden", sagte der Minister.

Missbrauch von ADAC-Rettungsfliegern

Derweil gibt es zusätzlich zum Manipulationsskandal beim Autopreis Gelber Engel weitere Berichte zu einem womöglich missbräuchlichen Einsatz der Luftrettung des ADAC. Wie die "Bild"-Zeitung und der Berliner "Tagesspiegel" übereinstimmend berichteten, flog der Sohn einer ADAC-Geschäftsführerin zusammen mit einem Freund in einem Ambulanzflugzeug nach Ägypten, nachdem die beiden ihren regulären Ferienflieger verpasst hatten.

Den Berichten zufolge trennte sich der ADAC wegen des Vorfalls im Februar vergangenen Jahres von der Mitarbeiterin.

Heli diente als Rasenfön

Wie Medien zudem berichteten, kam im Jahr 2006 ein Rettungshubschrauber zum Einsatz, um vor einem Spiel der 2. Fußball-Bundesliga den Rasen im Stadion von Eintracht Braunschweig zu trocknen und so eine Absage des Spiels zu verhindern. Der ADAC gab gegenüber der Zeitung an, der Föhn-Einsatz sei bezahlt worden. Außerdem sei der Hubschrauber auch für einen etwaigen Notfall einsatzfähig gewesen.

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