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Neue Kritik am Autoclub  

ADAC schloss Werbe-Deal mit Firma von Club-Funktionär

01.02.2014, 16:01 Uhr | dpa, AFP

ADAC schloss Werbe-Deal mit Firma von Club-Funktionär. Der ADAC steht derzeit wegen immer neuer Enthüllungen in der Kritik. (Quelle: dpa)

Der ADAC steht derzeit wegen immer neuer Enthüllungen in der Kritik. (Quelle: dpa)

Die Nachrichten über den Autoclub reißen nicht ab: Der ADAC in Nordrhein-Westfalen hat 2009 ein größeres Geschäft mit der Firma eines hochrangigen Club-Funktionärs abgeschlossen.

Eine Sprecherin des ADAC Nordrhein bestätigte den Sachverhalt, über den die "Süddeutschen Zeitung" berichtet hatte. Das Geschäft sei aber völlig einwandfrei gewesen, versicherte sie. Demnach hatte der von ADAC-Präsident Peter Meyer geleitete Regionalverband dem Unternehmen eines Vorstandskollegen 200.000 Euro "Werbekostenzuschuss" für ein Fernsehstudio am Nürburgring gezahlt.

Hälfte der Summe wurde an ADAC zurückgezahlt

Das Unternehmen produziert unter anderem Fernsehbilder von Sportereignissen. Meyers ADAC-Kollege Peter Geishecker saß bei der Muttergesellschaft Wige Media AG damals im Vorstand, er war zudem Großaktionär. Als Gegenleistung wurde für den Autoclub an der Eifelstrecke geworben. Wegen der späteren Pleite der Rennstrecke wurde schließlich die Hälfte der Summe an den ADAC zurückgezahlt.

"Ein korrektes Geschäft"

ADAC-Sprecherin Jacqueline Grünewald betonte, dass es aus Sicht des Clubs ein korrektes Geschäft gewesen sei. "Es war alles klar geregelt und ist durch alle Gremien beim ADAC gegangen", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. Nach der Insolvenz des Nürburgrings seien nur 100.000 Euro und nicht die ganze Summe zurückgezahlt worden, weil zuvor die vereinbarte Leistung, die Fernsehübertragungen und die Werbung, erbracht worden sei.

Das Unternehmen war am Samstag für eine Stellungnahme zu dem Werbedeal nicht zu erreichen. Geishecker sagte der SZ, es sei alles "sauber getrennt" gewesen. Die Leistungen von Wige für den ADAC Nordrhein seien deutlich mehr wert gewesen als die vereinbarte Summe. Hätte der ADAC nicht die Werberechte gekauft, dann hätte man diese an einen anderen Interessenten vergeben, betonte Geishecker.

ADAC verteidigt Leistungsprämien für Pannenhelfer

Auch in einem weiteren Punkt versucht sich der ADAC zu verteidigen: Nach Medienberichten über ein angebliches Bonussystem für den Austausch von Batterien bei Autopannen hat der ADAC die Kritik am Prämiensystem für Pannenhelfer zurückgewiesen. Für die Mitarbeiter der Straßenwacht gebe es eine Leistungsprämie mit mehreren Leistungsbausteinen, erklärte eine Sprecherin des Autoclubs auf Anfrage von AFP. Der Austausch der Batterie sei nur ein Baustein der Prämie und mache nur ein Bruchteil des Gesamtgehalts aus.

"Nur eine zusätzliche Motivation"

"Konkret heißt das, dass es keine Prämie pro Batterie gibt", erklärte die Sprecherin. Auch eine zusätzliche Leistungsprämie bei der Überschreitung einer bestimmten Anzahl ausgetauschter Batterien sei nicht vorgesehen. Die Leistungsprämie solle nur eine zusätzliche Motivation sein, um eine bestmögliche Qualität bei der Pannenhilfe zu gewährleisten. Am Gesamtgehalt der Pannenhelfer habe die Leistungsprämie nur einen Anteil im mittleren einstelligen Prozentbereich. Zudem erziele der ADAC keinen Gewinn mit dem Austausch der Batterien.

Kritik am ADAC reißt nicht ab

Nach Berichten der "Süddeutschen Zeitung" und des NDR-Magazins "Panorama" gaben Pannenhelfer an, es gebe Druck vom ADAC, möglichst viele Batterien zu verkaufen. Ein früherer Mitarbeiter erklärte demnach, Autofahrern würden Batterien aufgeschwatzt, die sie nicht brauchten oder anderswo günstiger kaufen könnten.

Der ADAC steht derzeit wegen immer neuer Enthüllungen in der Kritik. Die Debatte begann damit, dass der Club Manipulationen bei der Wahl zum "Lieblingsauto der Deutschen" einräumen musste. Später bestätigte der ADAC unter anderem auch die Nutzung von vereinseigenen Rettungshubschraubern für Dienstreisen des Präsidiums.

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