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ADAC weiter unter Druck: Seehofer attackiert Club-Spitze und Präsidenten Peter Meyer

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ADAC weiter unter Druck  

Seehofer attackiert Club-Spitze und ADAC-Präsidenten Peter Meyer

08.02.2014, 13:33 Uhr | dpa

ADAC weiter unter Druck: Seehofer attackiert Club-Spitze und Präsidenten Peter Meyer. ADAC-Präsidenten Peter Meyer. (Quelle: dpa)

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer attackiert ADAC-Club-Spitze und Präsidenten Peter Meyer. (Quelle: dpa)

Während der ADAC weiter darum kämpft, sein ramponiertes Image zu verbessern, wächst der Druck auf die Club-Spitze um Präsident Peter Meyer. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer stellt dabei indirekt die Kompetenz der Führungsspitze infrage.

Der ADAC steht nach den aufgedeckten Manipulationen beim Autopreis "Gelber Engel" und weiteren Ungereimtheiten weiter unter Druck. Deutliche Worte findet Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer: "Das Ausmaß von Filz und Manipulation beim ADAC macht mich sprachlos."

Die Sprachlosigkeit währte jedoch nicht lange, forderte Seehofer in der Bild-Zeitung doch: "Die ADAC-Spitze muss jetzt beweisen, dass sie noch in der Lage ist, das nötige Maß an Aufklärung zu liefern."

ADAC soll Mitbestimmung einführen

Der Vorsitzende des Porsche-Betriebsrats, Uwe Hück, verlangte in der Bild, der ADAC müsse ein Mitbestimmungsgremium wie in Unternehmen einführen. "Für mich ist der ADAC schon längst kein Verein mehr, sondern ein Konzern. Deshalb muss ein Mitbestimmungsgremium installiert werden. Wenn der ADAC-Vorstand sich darauf nicht einlässt, muss er geschlossen zurücktreten", betonte Hück.

Der ADAC hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte beauftragt, die Vorgänge rund um den Autopreis zu untersuchen. Die Ergebnisse sollen Anfang kommender Woche vorgestellt werden. Führende deutsche Autokonzerne erwägen, ihre Preise zurückzugeben, sollte bei der Wahl nicht nur die Stimmenzahl, sondern auch das Ranking manipuliert worden sein.

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Eine kollektive Preis-Rückgabe durch die Autokonzerne wäre ein weiterer schwerer Imageschaden für den Autoclub mit fast 19 Millionen Mitgliedern. Der Club verzeichnet derzeit bereits einen deutlichen Anstieg der Kündigungen.

Autopreise sollten nicht inflationär sein

Für Volkswagenchef Martin Winterkorn gibt es offenbar ohnehin schon zu viele Preise. Er sagte dem Magazin Focus: "Auto-Preise sollten schon einen exklusiven Charakter haben und nicht inflationär sein." BMW betrachtet die Auszeichnungen dem Bericht zufolge grundsätzlich als "wertlos", sollten sie nicht transparent ermittelt werden.

Der Münchner Hersteller will deshalb vor einer Prämierung künftig genau wissen, wie die Auszeichnung ermittelt wurde. Bei Mercedes heißt es, man wolle abwarten, wie diese ganze Sache ausgeht, und sich dann Gedanken machen. Publikums-Preise seien "nichts wert, wenn nicht klar ist, dass sie auch wirklich die Meinung der Autofahrer wiedergeben".

Auszeichnungen nicht überbewerten

Experten sehen als Folge des ADAC-Skandals unterdessen keine dramatischen Folgen für andere derartige Preise. "Sie haben sicher ihre Bedeutung, aber man sollte die Effekte solcher Auszeichnungen auch nicht überbewerten", sagte der Automobilexperte und Partner bei der Unternehmens- und Strategieberatung Bain & Company, Klaus Stricker, der Nachrichtenagentur dpa.

Imageverluste für die Branche erwartet der Fachmann nicht. Dennoch haben wegen der Mauscheleien um den "Gelben Engel" haben mehrere Hersteller angedroht, die Preise zurückzugeben.

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