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ADAC-Präsident Peter Meyer tritt zurück - einer Entlassung zuvorgekommen

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Zu viele Skandale  

ADAC-Präsident Peter Meyer kam seiner Entlassung zuvor

10.02.2014, 14:25 Uhr | AFP, t-online.de

ADAC-Präsident Peter Meyer tritt zurück - einer Entlassung zuvorgekommen. ADAC-Präsident Peter Meyer tritt zurück (Quelle: dpa)

ADAC-Präsident Peter Meyer tritt zurück (Quelle: dpa)

ADAC-Präsident Peter Meyer ist zurückgetreten. Der 64-Jährige legte nach den Vorwürfen um Manipulationen beim ADAC-Autopreis "Gelber Engel" mit sofortiger Wirkung sein Amt nieder. Der langjährige Präsident des Autoclubs kam seiner Entlassung zuvor.

Meyer: "Möchte nicht länger alleine verantwortlich gemacht werden"

"Für Fehler und Manipulationen von hauptamtlichen Führungskräften, denen gemäß ADAC Satzung die Besorgung der laufenden Geschäfte obliegt, möchte ich nicht länger alleine verantwortlich gemacht werden", erläuterte er in der Mitteilung.

"Sorgfältige Entscheidung"

Meyer erklärte, er glaube nach wie vor an den eingeleiteten Reformprozess. Das Ziel müsse die Rückgewinnung von Vertrauen sein. Wie der ADAC mitteilte, fällte Meyer die Rücktrittsentscheidung "allein und sorgfältig überlegt".

UMFRAGE
Ist der Rücktritt von ADAC-Präsident Peter Meyer ein Schritt in die richtige Richtung?

Meyer spricht von "Diffamierung"

"Die in den letzten Tagen erfahrenen Angriffe und Diffamierungen seiner Person belasteten nicht nur den ADAC, sondern auch seine Familie", hieß es in der Erklärung des Autoclubs.

Meyer kam seiner eigenen Entlassung zuvor

Zuvor hatte Meyer einen Rücktritt mehrfach ausgeschlossen. Er sehe seine Pflicht darin, weiter für die gute Sache zu kämpfen, hatte er noch am Wochenende der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gesagt. Meyer war seit 2001 Präsident des Autoclubs. Inzwischen teilte der Club mit, dass das Präsidium am Montagvormittag ein Suspendierungsverfahren gegen Peter Meyer beschlossen hatte. Damit ist Peter Meyer seiner Entlassung zuvorgekommen.

Vizepräsident übernimmt

Der Vizepräsident des ADAC, Dr. August Markl (65), übernimmt das Amt des Präsidenten kommisarisch und meldet sich in einer Presseerklärung gleich zu Wort. "In den vergangenen Wochen ist jedem in der Führungsspitze des ADAC bewusst geworden, dass die Struktur des ADAC den mit der Organisationsgröße verbundenen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Deshalb haben wir jetzt einen tiefgreifenden Reformprozess eingeleitet, der auch vor vermeintlichen Tabus nicht zurückschreckt und den ADAC für die Zukunft neu aufstellt." Damit wolle man "schnellstmöglich das Vertrauen in den Club wieder herstellen" so Markl.

Wie geht es weiter?

Der ADAC will spätestens am Dienstag die Ergebnisse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte veröffentlichen. Die Nachfolge für das Präsidentenamt will der ADAC bei der nächsten ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2014 regeln.

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