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Unfallflucht und Führerschein: Das kommt auf Unfallflucht-Sünder zu

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Teures Vergehen  

Was bei Unfallflucht auf Sie zukommt

18.09.2015, 11:27 Uhr | ADAC, t-online.de, dpa-tmn

Unfallflucht und Führerschein: Das kommt auf Unfallflucht-Sünder zu. Unfallflucht ist alles andere als ein Kavaliersdelikt. (Quelle: dpa)

Unfallflucht ist alles andere als ein Kavaliersdelikt. (Quelle: dpa)

Sie verursachen beim Ausparken einen kaum sichtbaren Kratzer an einem fremden Fahrzeug, der Halter ist nicht zu sehen. Wie verhalten Sie sich? Abwarten? Polizei rufen? Zettel an die Windschutzscheibe hängen? Das Auto-Portal von t-online.de klärt auf.

Unfallflucht ist schnell begangen

Wer ein parkendes Auto beschädigt und wegfährt, ohne auf dessen Fahrer zu warten oder zumindest die Polizei zu rufen, begeht laut ADAC Fahrerflucht und damit eine Straftat mit erheblichen Folgen. Es drohen Geldstrafen, Punkte in Flensburg und Fahrverbote

Unfallflucht schon bei geringem Schaden gegeben

Laut Paragraf 142 des Strafgesetzbuches handelt es sich beim unerlaubten Entfernen von einem Unfallort um eine Straftat, sobald der Personen- oder Sachschaden 50 Euro und mehr ausmacht. Ein Sachschaden von 50 Euro entsteht schnell: Wenn etwa der Außenspiegel eines geparkten Fahrzeuges einen Kratzer bekommen hat und neu lackiert oder ersetzt werden muss.

Visitenkarte hinterlassen reicht nicht aus

Wer einen Unfall verursacht hat, muss den Geschädigten umgehend benachrichtigen oder die Polizei informieren. Ist kein Mobiltelefon zur Hand, muss der Verursacher mindestens eine halbe Stunde warten, ehe er zur Telefonzelle oder zur Polizei geht.

Es reicht keinesfalls aus, eine Visitenkarte am beschädigten Fahrzeug zu hinterlassen. "Ein solcher Hinweis an der Windschutzscheibe ist zwar gut gemeint, reicht aber bei Weitem nicht aus", betont ADAC-Jurist Dr. Markus Schäpe.

Die Zeit drängt

Auch ist es ein weit verbreiteter Irrtum, dass man grundsätzlich 24 Stunden Zeit hat, um den Unfall nachträglich zu melden. Zum einen gibt es diese so genannte "tätige Reue" nur bei kleinen Parkremplern und nur dann, wenn die Polizei noch nicht tätig wurde. Zum anderen ist die Straftat in jedem Fall bereits mit dem Wegfahren begangen worden; wer sich erst später meldet, kann daher lediglich mit einer milderen Strafe rechnen.

Teure und unangenehme Folgen

Die Rechtsfolgen für das unerlaubte Entfernen bemessen sich dabei auch nach dem angerichteten Schaden. Beträgt dieser bis etwa 600 Euro, wird das Verfahren meist gegen eine Geldauflage eingestellt bzw. es wird eine geringe Geldstrafe ausgesprochen. Bei einem Schaden bis 1300 Euro muss der Fahrer schon mit einer Geldstrafe bis zu einem Monatsgehalt rechnen. Hinzu kommen zwei Punkte in Flensburg und maximal drei Monate Fahrverbot.

Härtere Konsequenzen haben Schäden ab 1300 Euro. Der Führerschein wird für mindestens sechs Monate entzogen, es gibt drei Punkte. Diese Eintragung bleibt zehn Jahre lang im Flensburger Register. Zudem drohen Geldstrafen, die deutlich über ein Monatsgehalt hinausgehen können.

Versicherung kann sich querstellen

Auch mit der Schadenregulierung ist es für den flüchtigen Sünder schlecht bestellt, da Unfallflucht als vorsätzliche Verletzung der Aufklärungspflicht gewertet wird. Der Versicherungsschutz ist dann dahin. Die Kaskoversicherung verweigert jede Zahlung und kann den Vertrag kündigen. Die Haftpflichtversicherung bezahlt zwar den Schaden des Unfallgegners, Beträge bis zu 5000 Euro holt sie sich allerdings vom Verursacher wieder.

Unfallflucht spielt nicht nur nach harmlosen Parkremplern eine Rolle. Bei 371.000 schweren Unfällen mit Personenschaden im Jahr 2014 entfernten sich laut Statistischem Bundesamt über 17.000 Pkw-Fahrer unerlaubt vom Unfallort; das sind 4,7 Prozent, also nahezu jeder zwanzigste Autofahrer.

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