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GM-Pannenserie: Offenbar auch Cadillac vom Zündschloss-Defekt betroffen

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GM-Pannenserie  

Offenbar auch Cadillac vom Zündschloss-Defekt betroffen

17.04.2014, 11:02 Uhr | rtr

GM-Pannenserie: Offenbar auch Cadillac vom Zündschloss-Defekt betroffen. General-Motors: Zündschlösser dieses Typs sind für die aufwendige GM-Rückrufaktion verantwortlich. (Quelle: Hersteller)

General-Motors: Zündschlösser dieses Typs sind für die aufwendige GM-Rückrufaktion verantwortlich. (Quelle: Hersteller)

Auch Autos von Cadillac sind betroffen: Die Pannenserie bei General Motors (GM) zieht weitere Kreise. Während der Fahrt kann das Zündschloss auf die Position Aus springen und so einen Unfall verursachen.

Offenbar hat es auch Probleme mit den Zündschlössern bei Fahrzeugen der Luxusmarke Cadillac gegeben, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Unterlagen des Zulieferers Delphi an die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hervorgeht. Denen zufolge berichteten GM-Ingenieure vor mehr als acht Jahren auch über defekte Zündschlösser bei Cadillac-Modellen. Testfahrer hätten den Motor während der Fahrt aus Versehen mit den Knien abgestellt.

Riesen-Rückruf für Millionen Autos

Bislang wurden neun Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurück gerufen. Die beiden Cadillac-Modelle SRX und CTS waren davon aber nicht betroffen. Weder von GM noch von der Verkehrsaufsicht waren zunächst Stellungnahmen zu erhalten.

Mindestens 13 Todesfälle

Bei Unfällen, die durch die defekten Zündschlösser ausgelöst wurden, sind mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Weil die Zündschlüssel während der Fahrt in die Aus-Position zurückspringen können, kann der Motor ausgehen und sich Elektronik für die Servolenkung, Bremskraftverstärker oder Airbags abschalten.

GM droht Klagewelle

Der Druck auf GM und die seit Januar amtierende Konzernchefin Marry Barra ist seit Bekanntwerden der Pannenserie Anfang diesen Jahres stetig gestiegen. Der US-Kongress und die Verkehrsaufsicht untersuchen, warum der Opel-Mutterkonzern mit dem Rückruf bis 2014 wartete, obwohl die Probleme seit mehr als zehn Jahren bekannt waren. GM droht eine Klagewelle und ein Vertrauensverlust. Für Klagen, die sich auf Vorfälle vor 2009 beziehen, beantragte der Autobauer am Dienstag eine Aussetzung. In diesem Jahr kam GM aus der Insolvenz und ist seither ein rechtlich neues Unternehmen. Ansprüche vor 2009 müssten somit an die Überbleibsel der alten GM gerichtet werden.

Werden GM-Kunden entschädigt?

Nach Angaben eines Anwalts erwägt GM indessen die Entschädigung von Betroffenen. Er sei von dem Unternehmen beauftragt worden, bei der Erarbeitung eines entsprechenden Programms zu helfen, sagte der Jurist Kenneth Feinberg in einem CNBC-Interview. Es sei aber noch unklar, wer dafür infrage komme, ob es einen Fonds gebe, wie viel Geldgezahlt werde und welcher Nachweis erbracht werden müsse.

Es war das erste Mal, dass ein GM-Anwalt öffentlich Entschädigungen ins Spiel brachte, die einige Kongressabgeordnete und Kunden der Opel-Mutter fordern. Ein GM-Sprecher ging auf die Äußerungen des Anwaltes nicht direkt ein. GM räumte bereits ein, dass der Massenrückruf den Autobauerteuer zu stehen kommt. Im ersten Quartal habe GM einen Sonderaufwand von 1,3 Milliarden Dollar verbucht, um die Kosten für Reparaturen decken zu können. Die ganze Quartalsbilanz soll nächste Woche veröffentlicht werden.

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