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Erneuter Rückruf bei General Motors: Weitere drei Millionen Autos müssen in die Werkstatt

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Erneuter Rückruf bei General Motors  

Weitere drei Millionen Autos müssen in die Werkstatt

15.05.2014, 16:13 Uhr | dpa-AFX

Erneuter Rückruf bei General Motors: Weitere drei Millionen Autos müssen in die Werkstatt. General Motors startet nächsten Massenrückruf (Quelle: imago/UPI Photo)

General Motors startet nächsten Massenrückruf (Quelle: UPI Photo/imago)

Nach dem Massenrückruf aufgrund defekter Zündschlösser muss die Opel-Mutter General Motors (GM) schon wieder die nächsten Rückrufaktionen starten.

Das Unternehmen rief am Donnerstag weitere annähernd drei Millionen Autos zurück, rund 2,7 Millionen davon in den USA. Damit steigt die Gesamtzahl der Autos, die der Hersteller seit Jahresbeginn in die Werkstätten beorderte, in den zweistelligen Millionenbereich.

Korrodierte Kontakte sorgen für Ärger

Bei der Mehrzahl der nun betroffenen Wagen können korrodierte Kontakte die Bremsleuchten und auch Fahrerassistenzsysteme wie das Elektronische Stabilitätsprogramm lahmlegen.

GM-Rückruf: Bislang "nur" Verletzte

Bei anderen Wagen gibt es Probleme mit dem Abblendlicht, den Bremsen, Scheibenwischern oder Spurstangen. GM berichtete von Unfällen mit zwei Verletzten wegen der Defekte; es habe aber keine Toten gegeben.

Auch zehn Jahre alte Autos betroffen

Von den nun bekanntgegebenen Rückrufen sind zumeist ältere Wagen betroffen bis zurück ins Jahr 2004: die Limousinen Chevrolet Malibu, Saturn Aura und Pontiac G6 sowie der Sportwagen Corvette. Daneben müssen aber auch einige Zehntausend aktuelle Fahrzeuge in die Werkstätten wie die Premiumwagen Cadillac CTS oder der Pick-up-Truck Silverado.

13 Tote durch kaputtes Zündschloss

Die Welle an Rückrufen kommt nicht von ungefähr: General Motors hat die Suche nach Mängeln in seinen Autos intensiviert, nachdem sich der Hersteller im Fall der Zündschlüssel den Vorwurf anhören muss, das Problem ein Jahrzehnt lang ignoriert zu haben. Weil der Zündschlüssel bei voller Fahrt zurückspringen kann, kam es zu Unfällen mit mindestens 13 Toten. Die US-Behörden ermitteln und GM sieht sich Schadenersatzforderungen von Unfallopfern und Autobesitzern gegenüber.

GM-Tochter Opel kaum betroffen

Opel war bislang kaum betroffen; die Mehrzahl der problembehafteten Modelle ist älter und damals lief die Entwicklung dies- und jenseits des Atlantiks noch weitgehend getrennt.

"Dies sind Beispiele dafür, dass wir Probleme schnell aufdecken und die nötigen Maßnahmen rasch einleiten im Interesse unserer Kunden", erklärte der seit kurzem für Sicherheit zuständige GM-Manager Jeff Boyer zu den neuerlichen Rückrufen.

2014er Rückrufe kosteten GM bereits mehr als eine Milliarde Dollar

Die millionenfachen Reparaturen gehen bei General Motors mittlerweile kräftig ins Geld. Nachdem sich die Rückrufkosten im ersten Quartal auf 1,3 Milliarden Dollar summiert hatten, legt der Hersteller im zweiten Quartal weitere 200 Millionen Dollar (146 Millionen Euro) beiseite. Die Aktie fiel im New Yorker Börsenhandel um mehr als ein Prozent.

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