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Designschutzrichtlinie: Preisniveau sichtbarer Fahrzeugteile bleibt hoch

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Designschutzrichtlinie  

Preisniveau sichtbarer Fahrzeugteile bleibt hoch

28.05.2014, 14:51 Uhr | Holger Holzer, SP-X

Designschutzrichtlinie: Preisniveau sichtbarer Fahrzeugteile bleibt hoch. Verunfallter VW Golf: Aufgrund der Designschutzrichtlinie bleiben Ersatzteile teuer  (Quelle: Hersteller)

Verunfallter VW Golf: Aufgrund der Designschutzrichtlinie bleiben Ersatzteile teuer (Quelle: Hersteller)

Müssen nach einem Autounfall sichtbare Teile ausgetauscht werden, müssen Autofahrer weiterhin mit hohen Ersatzteilkosten rechnen. Da die Autohersteller hierzulande quasi ein Monopol auf Karosserie-Ersatzteile besitzen - das bestätigte nun auch die EU-Kommission.

Die deutschen Autofahrer müssen also weiterhin mit relativ hohen Preisen für sichtbare Kfz-Ersatzeile wie Kotflügel und Scheinwerfer leben.

Fertigung von Nachbauteilen bleibt untersagt

Die Europäische Kommission hat nun offiziell Pläne für eine Neufassung der EU-Designrichtlinie zurückgezogen. Diese hätte den sogenannten Designschutz für Teile der Karosserie, des Autoglases und der Beleuchtungsanlage aufgehoben. Der Rückzug ermöglicht es den Autoherstellern, Teileherstellern den Vertrieb von günstigen Nachbauteilen zu untersagen.

Kritik vom Gesamtverband Autoteile-Handel

Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) kritisiert die Kommissions-Entscheidung. Sie würde den Fahrzeugherstellern ein äußerst profitables Monopol auf diese Teile sichern, heißt es in einer Stellungnahme. Die Folge seien höhere Ersatzteilpreise für die Verbraucher.

Designteile sind 40 Prozent teurer geworden

Zwar dulden die Autohersteller auch bei sichtbaren Ersatzteilen de facto ein wenig Konkurrenz, Anbieter sind aber immer von Abmahnungen bedroht. Dass dabei am Ende der Verbraucher drauf zahlt, belegt auch eine Untersuchung des ADAC. So sind die Ersatzteilpreise bei Mechanik-Teilen - für die der Designschutz nicht gilt - zwischen 2006 und 2012 lediglich um zwölf Prozent gestiegen.

Die Preise für Designteile haben im gleichen Zeitraum um 40 Prozent zugelegt. Auch der Automobilclub fordert vor diesem Hintergrund eine Marktliberalisierung. In einigen EU-Ländern existiert diese bereits, in Staaten mit starker Autoindustrie wie Deutschland und Frankreich jedoch nicht.

GVA will neuen Anlauf unternehmen

Vor allem der GVA will nun einen neuen Anlauf unternehmen und sich bei der neuen EU-Kommission erneut für eine Änderung der Designrichtlinie einsetzen.

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