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Airbag-Rückruf weitet sich aus: Auch deutsche Modelle und BMW betroffen

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Defekte Airbags  

BMW lässt 3er-Reihe auf Mängel untersuchen

24.06.2014, 08:47 Uhr | Spiegel Online

Airbag-Rückruf weitet sich aus: Auch deutsche Modelle und BMW betroffen. BMW lässt 3er (E46) auf Airbag-Probleme untersuchen (Quelle: Hersteller)

BMW lässt 3er (E46) auf Airbag-Probleme untersuchen (Quelle: Hersteller)

Wegen defekter Airbags des Zulieferers Takata müssen japanische Autobauer fast drei Millionen Fahrzeuge zurückrufen. Aber auch BMW könnte betroffen sein - auf Bitten der US-Verkehrsbehörde beordert der deutsche Hersteller jetzt Fahrzeuge der 3er-Reihe in die Werkstätten.

Wegen eines möglichen Defekts an den Airbags ruft der deutsche Hersteller BMW in den USA Autos der 3er-Modellreihe in die Werkstätten. Ein Unternehmenssprecher sagte gegenüber "Spiegel Online", dass die US-Verkehrsbehörde NHTSA BMW gebeten habe, die Airbags der Fahrzeuge auszutauschen und sie auf Mängel zu untersuchen. Wie viele Autos zurückgerufen werden müssen, sei noch unklar. Betroffen seien die Baujahre 2000 bis 2006.

Airbags können Feuer fangen

Auslöser des Rückrufs, bei dem es sich laut BMW um eine freiwillige Aktion handelt, sind die Probleme an den Airbags des japanischen Zulieferers Takata. Dessen Frontairbags sind möglicherweise mit einem fehlerhaften Gasgenerator ausgestattet, der bei einem Unfall zerreißen kann. Dadurch besteht ein Brand- und Verletzungsrisiko.

Auch deutsche Autos betroffen

Die japanischen Autobauer Honda, Nissan und Mazda gaben am Montag bekannt, wegen des Defekts weltweit fast drei Millionen Autos zurückzurufen. Auch in Deutschland müssen Fahrzeuge in die Werkstätten:

  • Honda ruft insgesamt in Deutschland 34.889 Autos zurück, betroffen sind die Modelle Accord (Baujahr 2003), Civic (2001 bis 2003), C-RV (2002 und 2003), Jazz (2002 und 2003) sowie Stream (2001 bis 2003)
  • Mazda ruft hier rund 20.300 Exemplare des Modells Mazda 6 (Baujahre 2001 bis 2003) zurück.
  • Nissan wird nach Angaben einer Sprecherin ebenfalls Autos in Deutschland zurückrufen müssen, wie viele und welche Modelle sei noch unklar.

BMW plant keinen Rückruf in Deutschland

BMW plant in Deutschland dagegen derzeit keinen Rückruf, sagte der Unternehmenssprecher. Man wolle zuerst die Ergebnisse der Untersuchung in den USA und anderer Regionen abwarten. In den Takata-Airbags der 3er-Reihe seien zwar Module aus der Bauteilefamilie verbaut, diese seien jedoch nicht identisch mit dem defekten Teil. Zudem habe es in dem Zusammenhang bislang keine Berichte über Fehlfunktionen von Airbags in BMW-Modellen gegeben.

Die US-Behörde NHTSA grenzt die Vorfälle defekter Airbags anderer Hersteller auf besonders heiße und feuchte Regionen ein. BMW wolle deshalb nur in den US-Staaten Florida, Hawaii sowie in Puerto Rico und auf den Virgin Islands einen Rückruf starten. Dort herrschten entsprechende Klimaverhältnisse.

Takata-Problem sorgte bereits 2013 für Ärger

Der größte japanische Autobauer Toyota hatte Anfang des Monats bereits 2,27 Millionen Autos weltweit wegen der Airbag-Probleme zurückgerufen. Ein Kunde in Japan habe sich beschwert, weil der Beifahrersitz seines Fahrzeugs teilweise in Brand geraten sei, hatte ein Unternehmenssprecher in Japan mitgeteilt. Bei Honda lagen nach Unternehmensangaben vom Montag bislang keine Beschwerden oder Berichte über Verletzungen vor.

Die Airbag-Firma Takata erklärte, eine US-Tochterfirma habe die Airbags produziert. Das Unternehmen entschuldige sich "zutiefst für den Riesenärger und die Sorgen", die Firmenkunden und Autofahrern wegen der Probleme entstünden. Bereits im vergangenen Jahr mussten japanische Hersteller mehr als drei Millionen Fahrzeuge wegen der defekten Airbags von Takata zurückrufen. Damals war auch BMW betroffen, der deutsche Autobauer rief mehr als 220.000 Wagen in die Werkstatt.

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