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Punktereform in Flensburg: "Erhöhtes Anfragevolumen" beim KBA

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Punktereform in Flensburg  

"Erhöhtes Anfragevolumen" beim KBA

25.06.2014, 14:49 Uhr | dpa, t-online.de

Punktereform in Flensburg: "Erhöhtes Anfragevolumen" beim KBA. Nach der Punktereform: Antragsflut beim KBA (Quelle: imago)

Nach der Punktereform: Antragsflut beim KBA (Quelle: imago)

Die Punktereform für Verkehrssünder hat beim Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt zu einem "erhöhten Antragvolumen" geführt. Im Monat Mai habe es mehr als 60.000 Anträge auf Auskunft aus dem Fahreignungsregister gegeben, so der Pressesprecher der Behörde auf Anfrage von T-Online.de.

Seit Jahresbeginn seien es bereits 220.000 Anträge gewesen, im gesamten Vorjahr 360.000. "Das ist nicht wenig" so Pressesprecher Stephan Immen, "doch wir waren darauf eingestellt." Nichtsdestotrotz haben die vielen Anfragen längere Bearbeitungszeiten zur Folge: Statt zehn Arbeitstage wie gewöhnlich betrage die Wartezeit inzwischen drei Wochen. Wer jetzt nicht dringend eine Auskunft brauche, solle mit seiner Punkteabfrage bis nach den Sommerferien warten. Dann habe die Behörde wieder mehr Luft.

Punkteabfrage möglich, aber nicht nötig

Grundsätzlich können Bürgerinnen und Bürger jederzeit beim KBA kostenlos erfragen, wie der persönliche Punktestand aussieht. Dazu druckt man den Antrag auf der Webseite des KBA (www.kba.de) aus und schickt ihn ausgefüllt zusammen mit einer Kopie des Personalausweises oder des Reisepasses oder einer beglaubigten Unterschrift an die Flensburger Behörde. Alternativ kann man über die Online-Funktion des neuen Personalausweises die Auskunft im Internet beantragen. Und wer in der Nähe wohnt, kann auch direkt hinfahren. Doch in jedem Fall gilt: Interessenten sollten wirklich nur in berechtigten Fällen einen Antrag stellen.

UMFRAGE
Kennen Sie ihren aktuellen Punktestand?

Bürger sind gut informiert

Eine unmittelbare Notwendigkeit, das eigene Punktekonto jetzt zur Umstellung des Punkteregisters abzufragen, besteht übrigens nicht. Bei Erreichen von vier oder mehr Punkten erhält jeder Autofahrer ohnehin eine Benachrichtigung. "Es passiert nichts, was man nicht schon vorher wusste" so Immen. Grundsätzlich seien die "Autofahrer gut aufgeklärt" so der Pressesprecher weiter. Die Infos seien gut angekommen. Die erhöhte Nachfrage führt er auf die umfangreiche mediale Berichterstattung zurück. Inzwischen seien die Anträge aber schon wieder rückläufig.

Punktereform seit Mai in Kraft

Die Reform der Flensburger Verkehrssünderdatei war am 1. Mai in Kraft getreten. Anders als bisher wird der Führerschein bei acht statt wie früher bei 18 Punkten entzogen. Es gibt nur noch drei Kategorien von Verkehrsvergehen, die je nach ihrer Schwere mit einem, zwei oder drei Punkten geahndet werden.

So werden die Punkte umgerechnet

Bestehende Punkte werden nach folgendem Schema vom Verkehrszentralregister (VZR) in die drei neuen Maßnahmestufen übertragen:

  • Ein bis sieben alte Punkte führen zu einer Vormerkung im Fahreignungs-Bewertungssystem ab Mai 2014. In diesem Bereich zwischen einem und drei Punkten nach neuer Zählung passiert nichts, der Autofahrer wird auch nicht kontaktiert. Ein bis drei alte Punkte werden dabei in einen neuen überführt, vier bis fünf sind nach neuer Zählung zwei, sechs und sieben dann drei neue Punkte.
  • Wer acht bis 13 alte Punkte hat, fällt in die zweite Stufe "Ermahnung". Bei jetzt vier (alter Stand: 8 bis 10 Punkte) und fünf Punkten (alter Stand: 11 bis 13 Punkte) sind bereits erste Konsequenzen spürbar: Autofahrer mit vier oder fünf Punkten werden gebührenpflichtig ermahnt und aufgefordert, ihr Verhalten zu ändern. Zudem wird auf die Möglichkeit hingewiesen, Punkte durch Seminare abbauen zu können.
  • Wer 14 bis 17 Punkte im VZR aufweist, fällt in die vorletzte Stufe "Verwarnung" (nach neuer Zählung sechs und sieben Punkte). Eine Seminarteilnahme wird nicht mehr mit Punkterabatt belohnt.
  • Bei 18 oder mehr alten Punkten wird der Führerschein entzogen - ab acht Punkten ist seit 1. Mai 2014 der Führerschein weg.

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