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Massenentlassungen bei Saab in Schweden

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Das Sterben geht weiter  

Massenentlassungen bei Saab

24.09.2014, 16:42 Uhr | dpa

Massenentlassungen bei Saab in Schweden. Saab: Massenentlassungen in Schweden (Quelle: dpa)

Saab: Das endgültige Aus wurde wieder einmal abgewendet. (Quelle: dpa)

Der schwedische Autobauer Saab war über Jahrzehnte eine Kultmarke. Seit Jahren kämpfen die Eigner gegen die Pleite. Eigentlich sollte nun wieder eine Sanierung starten - doch nun stehen erst einmal Massenentlassungen an.

Der schwer angeschlagene Autohersteller Saab entlässt in Schweden mehr als ein Drittel seiner Mitarbeiter. 200 der verbliebenen rund 550 Angestellten müssten wegen des andauernden Produktionsstopps noch im September gehen, teilte das chinesische Betreiberkonsortium National Electric Vehicle Sweden (Nevs) mit.

Saab: Seit Mai stehen die Bänder still

Die Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Produktion verzögere sich, hieß es in einer Pressemitteilung. Seit Mai werden im schwedischen Trollhättan keine Autos mehr gebaut. Saab hat etwa 400 Millionen schwedische Kronen (43 Millionen Euro) Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und vor knapp einem Monat Gläubigerschutz erhalten, um das Unternehmen zu sanieren. Am 8. Oktober wolle Nevs einen Sanierungsplan vorstellen, hieß es.

Mit Saab ringt eine Ikone der schwedischen Wirtschaft seit Jahren ums Überleben. Der Autobauer schreibt schon lange keine schwarzen Zahlen mehr, wurde immer wieder verkauft, die Sanierung ist bisher gescheitert.

Saab: Mit 44 Millionen Euro in der Kreide

Erst vor wenigen Wochen hatte das Amtsgericht Vänersborg den Weg frei gemacht für ein weiteres Sanierungsverfahren unter Gläubigerschutz. Das soll den chinesischen Saab-Eignern etwas Luft geben, damit die Zulieferer sie nicht mit ihren Forderungen in die Pleite treiben. Saab steht mit umgerechnet 44 Millionen Euro in der Kreide, nicht wenige Gläubiger drohen mit dem Gerichtsvollzieher.

Damit nicht genug der schlechten Nachrichten: Auch um den Namen der Kultmarke muss Nevs bangen. Durch eine Lizenzvereinbarung konnte das Konsortium die Marke Saab bislang für den Verkauf seiner Autos nutzen. Dieses Abkommen müsse im Licht der Ereignisse neu verhandelt werden, befand das Gericht.

Schulden sollen beglichen werden

Händeringend suchen die Chinesen nach rettenden Investoren. Nevs verhandelt nach eigenen Angaben mit zwei internationalen Autobauern. Eine Mehrheit der 900 Zulieferbetriebe wolle auf das Ergebnis der Gespräche warten. "Wir beabsichtigen, die Schulden an unsere Zulieferer voll zu begleichen", versicherte Nevs-Präsident Mattias Bergman.

Doch Branchenkenner sehen schwarz für die Kultmarke. "Das ist keine Krise, das ist das Ende", meint Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen. "Ich glaube, dass Saab als Hersteller untergehen wird", sagt auch Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach.

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