Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Aktuelles >

GM offeriert Millionen-Zahlungen für Zündschloss-Opfer

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Zündschloss-Opfer  

GM offeriert Millionen-Zahlungen

30.09.2014, 14:08 Uhr | mid

GM offeriert Millionen-Zahlungen für Zündschloss-Opfer. GM offeriert Millionenzahlungen für Zündschloss-Opfer (Quelle: Pro Motor)

Diesmal sind es die Scheinwerfer: GM muss schon wieder Autos in die Werkstätten rufen (Quelle: Pro Motor)

Seit zehn Jahren wird der US-Autohersteller  General Motors (GM) mit in seinen Modellen verbauten, fehlerhaften Zündschlössern konfrontiert. Es ist zu Verkehrsunfällen und potentiell bis zu 143 Toten gekommen. Nachdem GM sich lange Zeit vehement gesträubt hatte, Unfälle anzuerkennen, sind nun 13 mögliche Todesfälle eingeräumt worden. Doch die Zahl wächst stetig. Am 15. September lag sie bei 19 Toten, jetzt ist sie offiziell auf 21 Tote gestiegen. Nun will GM Entschädigungen an die Opfer zahlen.

Der Konzern hat nun nach Angaben einer Anwaltskanzlei bis zu 600 Millionen Dollar (umgerechnet rund 467 Millionen Euro) für derartige Zahlungen zurückgelegt.

GM-Rückruf: Millionen Autos wg. Zündschlössern in Werkstatt

Die Opfer haben Fahrzeuge aus der Produktion nach 2004 gefahren. Allein 2014 sind wegen der defekten Zündschlösser 2,6 Millionen Autos von GM in die Werkstatt gerufen worden. Doch wie kann es wegen eines defekten Zündschlosses zu Unfällen mit Todesfolgen kommen? Als Auslöser sind Anhänger und andere Gegenstände ausgemacht worden, die an dem Zündschlüssel mit angebracht waren. Durch deren Gewicht ist der Zündschlüssel während der Fahrt aus dem Zündschloss herausgefallen.

Infolge dessen geht der Motor aus und das Auto kommt ohne Vorwarnung für den Fahrer und anderen Verkehrsteilnehmern zum Stehen, wodurch es zu Auffahrunfällen mit Todesfolgen gekommen ist. Durch den plötzlichen Motorstopp haben die Airbags der betroffenen Autos keinen Strom mehr bekommen und sich daher nicht korrekt entfaltet.

Defekt wurde nicht für relevant gehalten

GM und die US-Sicherheitsbehörde NHTSA haben dem Zündschlüssel-Problem von Anfang an nicht die notwendige Bedeutung eingeräumt. So ist neben dem Autohersteller auch die zuständige Aufsichtsbehörde an der Unfallserie nicht ganz unschuldig. Wegen ihres Nicht-Handelns ist die Behörde deswegen auch Gegenstand eines Untersuchungsausschusses des US-Kongresses. Trotz zahlreicher Unfallmeldungen war den Aufsehern sieben Jahre lang ein Zusammenhang der Unfälle mit den Zündschlössern entgangen. Sie haben den Defekt nicht für relevant gehalten und die möglichen tödlichen Folgen des Motorausfalls während der Autofahrt übersehen.

Kommission für Entschädigung gegründet

Die von dem US-Anwalt Kenneth Feinberg geleitete Kommission zur Entschädigung der Angehörigen hat inzwischen die Arbeit aufgenommen. Bisher sollen Hinterbliebene der tödlich Verunglückten die Anträge eingereicht haben, wobei sich ihre Zahl mit denen der Verletzten auf derzeit 445 Anträge summiert hat.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Wahnsinn 
Cleverer Hund überwindet Gartenzaun mit Trick

Kaum zu glauben, wie der Hund es schafft zu seinen Freunden zu gelangen. Video

Anzeige
AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 


Anzeige
shopping-portal